„Stadt des Lichts“ soll auch im Alltag erlebbar sein

Will eine Stadt des Lichts vor allem für ihre Bürger: DIAL-Geschäftsführer Dieter Polle.

LÜDENSCHEID - Dass Lüdenscheid als „Stadt des Lichts“ vor allem für seine Bürger stärker wahrnehmbar wird, ist ein altes Ziel, das laut Dieter Polle wieder verstärkt ins Auge gefasst werden sollte. Dem Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Angewandte Lichttechnik, kurz DIAL, an der Gustav-Adolf-Straße reichen dafür weder die angekündigten neuen Laternen noch die künftig dreijährlich geplanten Lichtrouten aus. „Es gilt vielmehr, die Stadträume von innen nach außen lichtplanerisch mit großer Sorgfalt so zu entwickeln, dass Lüdenscheid vor allem für die Lüdenscheider zur Wohlfühlstadt wird“, empfiehlt Polle dem Rathaus.

Um eine spürbar höhere Aufenthaltsqualität zum Beispiel auf den Plätzen zu schaffen, ist laut Dieter Polle eine Lichtgestaltung gefragt, die einen Platz tatsächlich einfasst, also vor allem die Fassaden herausarbeitet, die den Platz säumen. Stattdessen habe man in der Vergangenheit sehr auf Installationen gesetzt. „Die laden zwar kurzfristig zum Hingucken ein, aber nicht unbedingt zum Dableiben.“ Sicherheit und Orientierung seien für Einheimische wie für Gäste allemal wichtiger als noch so staunenswerte Glanzlichter.

An der Großveranstaltung Lichtrouten würde indes auch Polle festhalten: „Sie halten das Thema Licht nach innen lebendig und bilden nach außen ein Image, auch wenn die Besucher der Lichtrouten nicht unbedingt den Querschnitt der Bevölkerung repräsentieren, sondern eher eine kunstinteressierte Elite“.

Der Ruf der Stadt des Lichts dürfe sich aber nicht allein an spektakulären Aktionen festmachen, sondern müsse sich im Lüdenscheider Alltag beweisen. „Und ich will nicht zwischen diesen Möglichkeiten entscheiden müssen.“

Zumal Polle überzeugt ist: Eine besonders angenehme Beleuchtung würde Besuchern auch außerhalb der Lichtrouten-Tage auffallen.

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