Stadt und Kreis sparen 200 000 Euro

Vertreter der Stadtwerke Lüdenscheid, der Stadt und des Kreises haben gestern Einzelheiten bezüglich der Gasversorgung in den Jahren 2011 und 2012 erläutert.

LÜDENSCHEID ▪ „Hier sitzen nur Gewinner am Tisch“, unterstreicht Kreiskämmerer Fritz Heer.

Er verrät, dass der Märkische Kreis durch den neuen Gaslieferungsvertrag mit den Stadtwerken Lüdenscheid pro Jahr rund 100 000 Euro sparen würde. „Die Stadt Lüdenscheid wird ebenfalls 100 000 Euro pro Jahr sparen“, ergänzt Frank Kuschmirtz, Leiter der Zentralen Gebäudewirtschaft (ZGW). Gestern haben Vertreter des Kreises, der Stadt und der Stadtwerke Lüdenscheid Einzelheiten bezüglich der Erdgasversorgung in den Jahren 2011 und 2012 erläutert. Wie bereits berichtet, haben die Stadtwerke den Zuschlag für die europaweite Ausschreibung um die Gasversorgung aller städtischen Gebäude in der Bergstadt sowie sämtlicher Immobilien des Märkischen Kreises erhalten.

„Was die Art der Ausschreibung betrifft, haben wir sicherlich eine Vorreiterrolle“, unterstreicht Kuschmirtz. Gemeinsam hätten der Kreis und die Stadt eine strukturierte Ausschreibung erarbeitet. Folglich werde das Gas 2011 und 2012 nicht zum Festpreis bezogen, sondern zu einem Basispreis, der „x“  Prozent unter dem tagesaktuellen Marktpreis liege. Welcher Faktor dabei auf das „x“ entfällt, wollten die Vertragsparteien allerdings nicht verraten: „Solche Daten preiszugeben, wäre nicht zulässig“, betont Kuschmirtz. Natürlich sei der Abnahmepreis somit ein Stück weit von den Bewegungen auf dem Gaspreismarkt abhängig, aber: „Wir sind auf der sicheren Seite,“ glaubt Ralf Ziomkowski, Leiter der Abteilung für Immobilienwirtschaft und Logistik bei der Stadt Lüdenscheid. Er fügt hinzu: „Es sei denn, der Weltmarktpreis würde eine Steigung durchmachen, die es noch nie gegeben hat.“

Im Rahmen der Ausschreibung seien zwei sogenannte Lose, also zwei Auftragsarten, gebildet worden – eines in Bezug auf die 106 kleineren Abnahmestellen in der Stadt und im Kreisgebiet, ein weiteres für die fünf Großabnahmestellen. Nur einer der Großabnehmer, das Bergstadt-Gymnasium, gehört zur Stadt Lüdenscheid. Die anderen vier – das Berufskolleg am Raithelplatz, das Kreishaus, das Berufskolleg Menden und das Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg in Halver-Ostendorf sind kreiseigene Gebäude.

Insgesamt hätten 16 Anbieter Interesse an der europaweiten Ausschreibung bekundet, vier hätten schließlich ein Angebot abgegeben – darunter auch die Stadtwerke Lüdenscheid. „Wir haben es uns mit dieser Ausschreibung nicht leicht gemacht. Aber in Zeiten knapper Kassen müssen wir einfach sparen“, unterstreicht Kuschmirtz, dass es nicht von vornherein absehbar gewesen sei, dass die Stadtwerke den Zuschlag erhalten hätten. Im Gegenzug bezeichnet Jörg Dorroch, Leiter der Abteilung Verkauf der Stadtwerke, die Stadt und den Kreis als wichtige Partner in der Region. „Doch selbst in diesem Fall haben wir unser Angebote nicht negativ kalkuliert“, betont Dorroch, dass auch die Stadtwerke Gewinner der Vertragsgestaltung seien. - cwi

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