Staatsschutz ermittelt gegen „Abkratzer“

LÜDENSCHEID ▪ Ein Fall für den Staatsschutz: Weil drei junge Männer am Samstagabend gegen 18.20 Uhr Wahlplakate der rechtsextremen Partei „pro NRW“ von der Litfaßsäule an der Kölner Straße/Ecke Sauerfeld kratzten, haben sie nun ein Strafverfahren am Hals.

Das Trio – nach Polizeiangaben „Verdächtige mit Migrationshintergrund“ – war mit Leiter und Spachteln angerückt, um die Plakate zu entfernen, wurde aber von der Polizei gestoppt. Bei dem Einsatz kam es nach LN-Informationen zwar zu einem heftigen Wortwechsel zwischen den Beamten und den drei Männern. Es blieb jedoch bei einer Strafanzeige wegen vorsätzlicher Sachbeschädigung. Doch die Polizei ging bei der Straftat erwartungsgemäß von einem politischen Hintergrund aus und schaltete die Kollegen vom Staatsschutz Hagen ein. Wie der zuständige Staatsschützer Ralf Bode gegenüber unserer Redaktion sagte, hänge der Fortgang des Verfahrens unter anderem davon ab, ob „pro NRW“ Anzeige erstatte. „Aller Voraussicht nach“ komme aber nicht mehr dabei heraus als ein Verfahren wegen Sachbeschädigung.

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