Ermittler wollen Mord aufklären

Spur nach Lüdenscheid:  "Doppelgängerin" der vermissten Monika wohnte im Nachbardorf

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Auch dieses Fahndungsbild wurde veröffentlicht.

Lüdenscheid - Es gibt Neues im Fall der seit 1976 vermissten und vermutlich ermordeten Monika Frischholz aus der Oberpfalz. Mehr als 25 Hinweise gingen ein, darunter auch ein entscheidender zur Spur nach Lüdenscheid.

Jetzt informierten die Ermittler der Kripo Weiden über den aktuellen Zwischenstand der „Ermittlungsgruppe Froschau“, benannt nach der Heimatadresse des Mädchens, das im Alter von zwölf Jahren verschwand. Die Leiche wurde nie gefunden. Dennoch gehen die Ermittler weiterhin davon aus, dass das Mädchen ermordet worden ist.

So berichteten wir im Dezember

Wie die Polizei mitteilte, habe man aus den mehr als 25 Hinweisen „wertvolle neue Erkenntnisse gewonnen“. Unter anderem konnte der Fußweg der Schülerin am Tag ihres Verschwinden nachvollzogen werden. 

Dieses Auto wurde in der Sendung Aktenzeichen XY gezeigt.

Bei der Bearbeitung der bisherigen Hinweise stellten die Beamten fest, dass sich Zeugen der Wichtigkeit ihrer Informationen oft gar nicht bewusst waren oder irrtümlich geglaubt haben, die Polizei hätte das Mitgeteilte ohnehin schon gewusst. 

Im Rahmen der Spurensuche konnten die Kriminalbeamten auch einen alten Verdacht weitgehend ausräumen, der durch die Veröffentlichung in der Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ im Jahr 1977 bundesweit Schlagzeilen machte und eine Verbindung nach Lüdenscheid herstellte. 

Auch diese Szene wurde gezeigt.

1976 hatte es einen einzelnen Zeugenhinweis gegeben, dass Monika im nahegelegenen Ort Floß in ein gelbes Auto gestiegen sei. Das Fahrzeug sei mit dem Teilkennzeichen „LÜ“ für Lüdenscheid oder Lünen versehen gewesen. 

Zum Verwechseln ähnlich gesehen

Die Ermittler haben eine Zeugin ausfindig gemacht, die Monika zum Zeitpunkt ihres Verschwindens zum Verwechseln ähnlich gesehen hatte. Diese lebte zur damaligen Zeit in Floß und konnte zu dem Fall befragt werden. 

Dieses Fahndungsbild von 1976 hat die Polizei veröffentlicht.

Nach den vorliegenden Erkenntnissen und der Zeugenaussage der Frau gehen die Ermittler davon aus, dass der Hinweis auf das Auto nicht im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Monika Frischholz steht. Ob tatsächlich ein Lüdenscheider Fahrzeug vor Ort war, sei für die Aufklärung des Mordfalls nicht mehr relevant. 

Die Beamten ermitteln mit Nachdruck in alle Richtungen, gehen jedoch nun davon aus, dass sie es mit einem oder mehreren Tätern aus der Region zu tun hat. „Mord verjährt nie. Wir werden weiterhin alles dafür tun, den Fall doch noch aufzuklären. Monika war ein fröhliches Kind. Auch nach 42 Jahren haben es die Angehörigen und die Gesellschaft verdient, dass die Wahrheit ans Tageslicht kommt“, sagt der Leiter des Ermittlungsteams, Armin Bock.

Das Verschwinden der Monika Frischholz

Am Nachmittag des 25. Mai 1976, gegen 15.30 Uhr, wurde die zwölfjährige Monika Frischholz in Flossenbürg das letzte Mal lebend gesehen. Gegen 15.15 Uhr verließ sie ihr Elternhaus im Stieberweg und ging Richtung Floßer Straße, anschließend ging sie die Floßer Straße bergab. Durch Zeugenhinweise konnte ihr Fußweg rekonstruiert werden. Aufgrund eines aktuellen Zeugenhinweises konnte der Weg nun ein Stück weiter nachvollzogen werden. Der letzte Sichtkontakt zu dem jungen Mädchen war demnach im Bereich Ortsausgang Flossenbürg auf Höhe der Abzweigung nach Waldkirch. Hier hofft die Polizei auf weitere Hinweise unter Tel. 0961/401-291. Es ist eine Belohnung von 10 000 Euro ausgesetzt.

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