Sportklinik an Krücken

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In der Sportklinik in Hellersen ist ein externer Sanierer im Einsatz. -

LÜDENSCHEID ▪ Während die Sporthilfe NRW nach eigenen Angaben auf finanziell gesunden Füßen steht, geht die von ihr betriebene Sportklinik Hellersen an Krücken.

„Bedauerlicherweise“, so wird der Vorsitzende der Sporthilfe NRW, Manfred Peppekus, auf der Internetseite der Klinik zitiert, konnte „die wirtschaftliche Gesundung der Sportklinik trotz vieler Bemühungen bisher nicht erreicht werden“. Auf rund 1,6 Millionen Euro summiert sich demnach der Verlust der Sportklinik im Jahresabschluss 2010. Einsparungen beim Personal und in anderen Bereichen konnten die sinkenden Erlöse nicht wettmachen, heißt es. Deshalb soll ein externer Berater sanieren – und das, dem Vernehmen nach, ohne Tabus. Dem Sparzwang steht die Notwendigkeit von Investitionen gegenüber: Gebäude und Einrichtungen müssten dringend modernisiert werden, heißt es.

Den Status als „finanzielles Sorgenkind“ hatte die Sportklinik, deren Anfänge im Jahr 1946 liegen, im Laufe der Zeit immer wieder. Gleichwohl erlaubte es die zunehmende Fallzahl verletzter Sportler, aus einem beengten Provisorium in Haus 4 des Kreiskrankenhauses in etwas Eigenes zu ziehen. Nach einer Bauzeit von vier Jahren wurde im Mai 1970 das Krankenhaus für Sportverletzte in Betrieb genommen. 1977 entstand Haus 2 als erster Erweiterungsbau und erhöhte die Bettenzahl um 100 auf 306, die laut Klinik zu 91,6 Prozent ausgelastet waren. Mittlerweile gilt die Auslastung als zu gering, als dass sich das Haus tragen könnte. Ziel aller Sanierungsanstrengungen sei es, so hatte Peppekus bei der Mitgliederversammlung auch betont, die Sportklinik wieder in sicheres Fahrwasser zu bringen. - sum

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