Sportklinik jetzt Mitglied im Marketing-Club

Willi Denecke im Härtetest: Der neue Präsident des Marketingclubs Südwestfalen beim Workout mit (v.l.) Dr. Peter Rosenthal, Christian Isenbeck und Chefarzt Dr. Ernst Jacob.

LÜDENSCHEID ▪ Die Sportklinik Hellersen ist jetzt das jüngste Mitglied des Marketing-Clubs Südwestfalen – auf den ersten Blick ein ungewöhnlicher Schritt für ein Krankenhaus.

Doch Chefarzt Dr. Ernst Jacob und Dr. Peter Rosenthal, der in der Sportklinik seine Praxis für Psychologische Medizin betreibt, zeigten sich mit Club-Präsident Willi Denecke und Beirat Christian Isenbeck überzeugt von den Chancen dieser Kooperation.

260 Unternehmer und Unternehmen gehören dem südwestfälischen Club inzwischen an, darunter bislang 21 aus Lüdenscheid. Dieses Potenzial will Denecke jetzt zum beiderseitigen Nutzen einsetzen: „Die Sportklinik mit ihrem enormen Wissen kann unseren Unternehmen zum Beispiel dabei helfen, Krankenstände nachhaltig zu senken.“ Und laut Dr. Jacob ist es ein Wandel im Selbstverständnis der Sportklinik, die den Schritt zur Mitgliedschaft kurz gemacht habe: „Wir verfügen längst über Angebote, mit denen man nach draußen gehen kann, statt nur auf Patienten zu warten.“ Weil viele Berufskrankheiten zudem seelische Ursachen haben, ist auch der bekannte Therapeut Dr. Rosenthal willkommen im Club.

„Für unsere mittelständischen Unternehmen geht es um handfeste, messbare Erfolge“, sagte Christian Isenbeck. Und die werde es geben, zeigten sich beide Mediziner überzeugt. „Wir können Beschäftigten nicht den Stress nehmen, dem sie am Arbeitsplatz ausgesetzt sind, wir können aber helfen, negative Folgen zu vermeiden oder wirksam und nachhaltig zu bekämpfen.“ Ob Burnout oder Rückenschmerzen, Fragen der Ernährung, Probleme von Berufsrückkehrern oder Menschen, die monotone Arbeiten verrichten, sich wieder ins Berufsleben eingliedern oder mit betrieblichen Umstellungen fertig werden müssen: „Es gibt so viele Ursachen wie Lösungen, wenn die Leistungsfähigkeit nachlässt.“

Der Klinik gehe dabei nicht ums Fitmachen für mehr Umsatz – „es geht wie bei unseren Leistungssportlern darum, Patienten von Leiden zu befreien“, betonte Dr. Jacob. „Wer einmal Rückenschmerzen hatte, der weiß, worum es geht.“

Dabei könne man mit verhältnismäßig unaufwändigen Maßnahmen deutliche Erfolge erzielen, ergänzte Dr. Rosenthal. Sehr bewährt habe sich etwa ein anonymes Stress-Telefon, an dem sich Beschäftigte ohne Namensnennung vertraulich ärztlichen Rat holen können. Ganze Interventionsteams könnten eingreifen, wo es in Abteilungen nicht mehr stimmt. Auch die Beratung von Geschäftsführungen zu nachhaltigen Lösungen habe schon Wunder gewirkt. „Das Stress-Präventionsprogramm von Daimler-Benz ist nicht umsonst 80 Seiten stark.“

Fruchtbar auswirken werde sich auch der Kennenlern-Effekt im Club, ist Willi Denecke sicher: „Die gute Atmosphäre auf unseren Veranstaltungen hat schon viele Mitglieder zusammengeführt, die dann gemeinsam Lösungen fanden. Das wird auch bei diesem Angebot so sein.“

Der Marketing-Club Südwestfalen will sich Lüdenscheid in nächster Zeit ohnehin wieder stärker zuwenden, nicht zuletzt mit einem Clubabend in der Sportklinik Anfang nächsten Jahres. Die Beziehung zu Lüdenscheid ist schon deshalb eine besondere, weil der Träger des allerersten Marketingpreises kein Geringer als Dr. Walter Hueck war. Inzwischen wurde der zwanzigste vergeben, „und es war bewegend, dass Dr. Hueck wieder dabei war“, berichtet Denecke.

Am 18. September holt der Club nun mit Stefan Verra einer der erfolgreichsten Körpersprache-Experten im deutschsprachigen Raum ins Kulturhaus. „Stefan Verra bringt sein Wissen um die nonverbale Kommunikation, die auch für Unternehmer wichtig ist, mit viel Wortwitz rüber.“

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