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Sportklinik will Haus II verkaufen - Investoren stehen bereit

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Von: Jan Schmitz

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Die Sportklinik Hellersen verkauft einen Teil ihrer Gebäude.
Die Sportklinik Hellersen verkauft einen Teil ihrer Gebäude. © Cedric Nougrigat

Lüdenscheid – Um die dringend anstehende Fertigstellung des OP-Neubaus stemmen zu können, soll ein Teil der Liegenschaften der Sportklinik Hellersen an einen Investor verkauft werden. Im Gegenzug mietet die Sportklinik dieselben Gebäude für 20 Jahre an. Am Montagabend gaben die Mitglieder des Krankenhaus-Trägers Sporthilfe NRW bei der Mitgliederversammlung in Duisburg grünes Licht für die Pläne von Sportklinik-Geschäftsführer Dirk Burghaus.

Mit zwei Investoren steht Burghaus in Verhandlungen. Beide sind nach seiner Aussage Fondsgesellschaften und nicht selbst im Gesundheitswesen aktiv. Namen nennt er nicht. 

Erwartet wird ein Verkaufserlös von mehreren Millionen Euro. Mit den Einnahmen will Burghaus der defizitären, aber renommierten Spezialklinik wieder den nötigen Handlungsspielraum für Investitionen verschaffen. 

„Es handelt sich um ein Finanzierungsmodell, um den OP-Trakt fertigzustellen und die Patientenzimmer umzubauen“, sagte Geschäftsführer Burghaus nach der Sporthilfe-Sitzung.

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Darin wurde auch der Beschluss aus November 2018 rückgängig gemacht. Denn eigentlich sollten die Mitglieder austreten, um den Weg in die Privatisierung der Sportklinik freizumachen. 

Damit die Altersversorgung für die mehr als 300 Mitarbeiter durch die Kommunalen Versorgungskassen Westfalen Lippe (KVW) aber gesichert ist, muss die Sporthilfe bis auf Weiteres in der Verantwortung bleiben. Die andere Alternative, einen möglichen Verkauf der Sportklinik an die Märkischen Kliniken, lehnt die Sporthilfe ab.

Mehrere Liegenschaften im Paket für den Investor

Das Paket, das nun für den Investor geschnürt wird, umfasst mehrere Liegenschaften. Die größte ist das Haus II, in dem Orthopädie, Sportmedizin und Verwaltung untergebracht sind. 

Hinzu kommen das Schwestern-Wohnheim sowie einige Häuser an der Paulmannshöher Straße. Gleichzeitig mit dem Kauf wird vereinbart, dass die Sportklinik die Gebäude für 20 Jahre vom Investor anmietet.

Erlöse auch aus Vermietung der Appartements

Zur Miethöhe machte Burghaus mit Verweis auf die laufenden Verhandlungen keine Angaben. Rund die Hälfte der Miete könne man aber durch Untervermietungen zum Beispiel von Appartements im Schwestern-Wohnheim aufbringen. Sie sollen ebenfalls renoviert werden.

Der auszuhandelnde Deal steht unter Zustimmungsvorbehalt der Sporthilfe.

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