Veränderungen zum Jahreswechsel

Klinik: Chefarzt tritt kürzer und wird Berater - neuer Chefarzt ab 1. Januar

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Staffel-Übergabe in der Abteilung: Dr. Bernd Lasarzewski (links), Dr. Sascha Beck und Sportklinik-Geschäftsführer Dirk Burghaus.

Lüdenscheid – Die Sportklinik Hellersen hat einen neuen Chefarzt. Dr. Sascha Beck kommt von der Uni-Klinik Essen und übernimmt zum 1. Januar die Leitung der Abteilung für Schulter-, Ellenbogen-, Kniechirurgie und Sporttraumatologie.

Der bisherige Leiter Dr. Bernd Lasarzewski bleibt der Sportklinik erhalten – als Chefarzt und Berater. 

Der überregional gute Ruf der Klinik gründet im Wesentlichen auf der Arbeit der Knie- und Schulterspezialisten. Rund 40.000 Patienten hat das Team von Dr. Lasarzewski in den vergangenen Jahren operiert – darunter viele Sportler, aber nicht nur. 

Dr. Lasarzewski, der auch als Mannschaftsarzt der Frauen-Nationalmannschaft fungiert, hatte zuletzt sein Engagement für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) ausgeweitet. Seit Jahresbeginn gehört er dem Lenkungskreis der DFB-Nationalmannschaften an. Im Herbst übernahm er den stellvertretenden Vorsitz in der medizinischen Kommission des DFB. 

Dr. Bernd Lasarzewski bleibt der Sportklinik erhalten

In der Sportklinik wird sich der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie ab Januar an drei Tagen in der Woche um seine Patienten kümmern. Vorgesehen ist ein OP-Tag und zwei Tage Ambulanz. 

„Ich werde künftig nicht mehr 150 Prozent machen, sondern nur noch 130 Prozent“, sagt der 62-Jährige, der sich auch weiterhin in der Sportklinik voll einbringen will und zudem die Geschäftsführung in beratender Funktion unterstützt. 

Neuer Leiter der Abteilung wird Dr. Sascha Beck aus Mülheim

Neuer Leiter der Abteilung wird Dr. Sascha Beck aus Mülheim. In der Sportklinik ist der 43-Jährige kein Unbekannter. Einen Teil seiner Facharztausbildung absolvierte er unter Dr. Lasarzewski in Hellersen. „Hier habe ich das Laufen gelernt“, sagt Dr. Beck, der vom Bodensee stammt. 

2009 wurde er Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und wechselte an die Uni-Klinik Essen. Dort forscht er zu neuen Verfahren in der Schulterendoprothetik. Weit fortgeschritten ist seine Habilitation bei Prof. Marcus Jäger. 

Dabei wertet er die erste Langzeitstudie zu „schaftfreien Prothesen“ in der Schulter aus, die erst seit einigen Jahren verwendet werden. Erstes Ergebnis: Nach zehn Jahren gab es bei 92 Prozent der verwendeten Implantate keinerlei Komplikationen. 

Wissenschaftliche Forschung zurück in Hellersen

Mit der Verpflichtung von Dr. Sascha Beck wird an der Sportklinik wieder wissenschaftlich geforscht. Für Dr. Beck ist das eine gute Form der Qualitätskontrolle, denn die Erfahrungen in Hellersen werden mit anderen Kliniken verglichen. Auf Ärzte-Kongressen hält Dr. Beck die Fahne der Sportklinik hoch und erhöht damit auch national die Attraktivität des Krankenhauses. 

Nach erfolgreicher Habilitation von Dr. Sascha Beck können zudem Assistenzärzte in Hellersen promovieren – ein Standortvorteil für ganz Lüdenscheid, wie Sportklinik-Geschäftsführer Dirk Burghaus findet. Mittelfristig könnte die Sportklinik durch die guten Kontakte nach Essen sogar Lehrkrankenhaus werden.

Die Sportklinik in Lüdenscheid übernahm zuletzt eine ganze Abteilung aus dem Marienhospital Letmathe. Die Pläne zur Privatisierung der Sportklinik platzten. 

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