Sportabzeichen im Bürgerforum verliehen

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Der Sport verbindet Generationen: Kinder, Jugendliche sowie Erwachsene jeden Alters absolvieren Jahr für Jahr die Prüfungen für das Sportabzeichen.

LÜDENSCHEID - Die Tradition der Sportabzeichen ist lang – aber aktuell befindet sich für die sportlich Aktiven, die sich jedes Jahr der Herausforderung stellen, einiges im Umbruch. Das belegt nicht zuletzt Udo Freund. Der Plettenberger hat am Samstag bei der Sportabzeichenverleihung im Bürgerforum des Lüdenscheider Rathauses sein 55. Abzeichen erhalten.

Es war ein Silbernes, kein Goldenes - und das dokumentiert die Neuerungen, die im vergangenen Jahr eingeführt wurden und die in diesem Jahr noch modifiziert werden. Seit 2013 entscheidet nicht mehr die Anzahl der Teilnahmen über die Farbe des Sportabzeichens, sondern die erbrachte Leistung. Je nach erreichter Gesamtpunktzahl gibt es nun das Abzeichen in Bronze, Silber oder Gold.

Einige langjährige Teilnehmer hätten sich dadurch abschrecken lassen und seien nicht erneut zu den Prüfungen angetreten, berichtete der Sportabzeichenobmann des Stadtsportverbandes Manfred Schulz. Gleichzeitig hätten sich auch viele das erste Mal der Herausforderung gestellt.

Dazu zählten auch die sechsjährige Maren Stawinski und der siebenjährige Pascal Defranceso. Die beiden erhielten als jüngste Teilnehmer ein Geschenk von Bürgermeister Dieter Dzewas. Als älteste Teilnehmer wurden einmal mehr die inzwischen 79-jährige Waltraud Car und Martin Dißmann, inzwischen 81 Jahre alt, ausgezeichnet. Beide haben das Sportabzeichen im Gold erworben, Car war zum 38. Mal dabei, Dißmann zum 41. Mal.

Insgesamt stellte der Stadtsportverband für die diesjährige Ehrung 262 Urkunden aus, eine Zahl, die bei den neuen Bedingungen nicht zu erwarten gewesen sei, betonte Schulz. Dazu kamen 607 Teilnehmer an den Schulen. Allerdings hatten sich diesmal – wohl wegen des erhöhten Aufwandes – nur acht Schulen zur Teilnahme gemeldet, vier weniger als noch 2012. Prämiert wurde dabei wie in den vergangenen Jahren die Quote der teilnehmenden Schüler In Bezug zur Gesamschülerzahl. Dabei lag die Erwin-Welke-Grundschule mit 63,49 Prozent vorne, gefolgt von den Grundschulen Wehberg (54,59 Prozent) und Lösenbach (39,61 Prozent). Auf Platz vier rangierte die Westschule mit 38,55 Prozent und fünfte wurde die Richard-Schirrmann-Realschule mit 14,72 Prozent.

Neben den Sportabzeichen wurden am Samstag auch vier Fitnessabzeichen im Rahmen des Behindertensports vergeben – und zwar an Johannes Moschner, Heiko Harms, Günter Zimmer und Tanja Menz.

Dieter Dzewas dankte den aktiven Sportlern und den Prüfern für ihr Engagement, betonte aber auch die Bedeutung der Sponsoren, insbesondere für das sportliche und das kulturelle Leben in der Stadt. Ohne die wäre vieles nicht möglich, sagte er im Hinblick auf die Haushaltslage. An seine Zuhörer appellierte er dies bei Einkäufen oder Vertragsabschlüssen zu berücksichtigen. Sie sollten überlegen, ob sie als Schnäppchenjäger dem Geiz bis auf die zweite oder dritte Stelle hinter dem Komma folgen, oder ob sie nicht lieber zu denen gehen, „die sich dem Gemeinwesen verpflichtet fühlen.“ Von Bettina Görlitzer

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