Sport verbindet Kulturen und Generationen

Das gemeinsame Engagement wird besonders gewürdigt: 27 Familien, die mit mindestens zwei Personen die Prüfungen für das Sportabzeichen absolviert haben, bekamen eine zusätzliche Urkunde.

LÜDENSCHEID ▪ Die letzten „Stuhlreserven“ mussten am Samstag im Bürgerforum des Rathauses mobilisiert werden – aber „das passt zur Tradition der Veranstaltung“, freute sich Bürgermeister Dieter Dzewas über das große, generationenübergreifende Interesse an der Teilnahme und schließlich auch der Verleihung der Sportabzeichen. Dazu hatte erneut der Stadtsportverband ins Bürgerforum eingeladen.

Der Sportabzeichenbeauftragte Manfred Schulz freute sich, eine fast konstante Teilnehmerzahl vermelden zu können: 258 Kinder, Jugendliche und Erwachsene stellten sich im vergangenen Jahr am Nattenberg erfolgreich den Prüfungen zum Sportabzeichen. Das sind fünf weniger als 2009. Allerdings bedauerte Schulz, dass sich diesmal nur acht Lüdenscheider Schulen geschlossen an der Sportabzeichenabnahme beteiligten. Er hofft darauf, dass es dieses Jahr wieder mehr werden. Die meisten Schüler  – mehr als die Hälfte – mobilisierte auch in diesem Jahr wieder die Grundschule Bierbaum. Teilgenommen hatten auch 27 Familien mit 66 Personen – für sie gab es eine eigene Auszeichnung. Florian und Gustav Cordt, der eine sieben, der andere 77 Jahre alt, gehörten dazu.

Geschenke des Bürgermeisters gab es bei der Sportlerehrung für die jüngsten und die ältesten Teilnehmer. So freute sich neben Florian Cordt die gleichaltrige Sarah Michelle Schulte über einen Ball. Den aktuellen Lüdenscheid Bildband erhielten Waltraud Car und Martin Dissmann. Die 76-Jährige und der 85-Jährige hatten das goldene Abzeichen zum 35. beziehungsweise zum 38. Mal erworben. Udo Freund, langjähriger Rekordhalter, musste sich trotz des 52. Sportabzeichens diesmal geschlagen geben: Albin Eberl blickt bereits auf 56 erfolgreiche Teilnahmen zurück – er ist aus Altena nach Lüdenscheid gezogen.

Dzewas hob hervor, dass die „integrative Wirkung“ des Sports nicht zu unterschätzen sei. Menschen jeden Alters, aus allen Kulturen und sozialen Schichten träfen aufeinander. Nirgendwo könnten Kinder besser lernen, „dass es eigentlich nur im Team geht.“ Deshalb werde die Stadt Lüdenscheid den Sport und die Vereine immer unterstützen, betonte der Bürgermeister, so wie es die knappen finanziellen Mittel zuließen.

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