Spinnrad, Schwert und Federkiel

Ausstellung ist auf dem Weg nach Sachsen

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Das Team aus Sachsen hat für den Abbau eine Woche gebraucht.

Lüdenscheid - Am Freitagmittag machten sich die Transporter auf den Weg: Von Lüdenscheid aus wandert die Ausstellung „Spinnrad, Schwert & Federkiel“ weiter nach Sachsen. Für die Museen der Stadt heißt das Platz für eine neue Sonderausstellung, aber Museumsleiter Dr. Eckhard Trox und Mitarbeiterin Ursula Delhougne verabschieden die Ausstellung auch mit ein wenig Bedauern, denn sie war generationenübergreifend ein großer Erfolg für das Geschichtsmuseum und den „Verein für die Geschichte Preußens und die Grafschaft Mark – die Museumsfreunde“, der das Projekt finanziert hat.

Auch wenn die genauen Besucherzahlen noch nicht ermittelt sind, kann schon jetzt gesagt werden, dass mehrere tausend Besucher die Ausstellung in den Museen erleben wollten. Die angepeilte Zielgruppe der Kinder- und Jugendlichen sei erreicht worden, betont Trox, aber eben nicht nur die: Es sei nicht zu erwarten gewesen, dass auch Erwachsene sich so von dieser Mitmach-Ausstellung in den Bann ziehen lassen.

Nur wegen des großen Interesses und reger Nachfrage wurden überhaupt öffentliche Sonntagsführungen angeboten. Mit diesen Terminen und zusätzlich noch den von Gruppen gebuchten Führungen gab es mehr als 70 geführte Rundgänge durch die Ausstellung. Hinzu kommen etliche Kindergeburtstage, die in der Ausstellung gefeiert wurden. Und auch die museumspädagogischen Ferienprogramme seien sehr gut gelaufen, sagte Ursula Delhougne.

Letztlich lockte „Spinnrad, Schwert & Federkiel“ auch jenseits der Führungen viele Besucher, insbesondere Familien in die Museen. Das Gezeigte sei für Eltern und Großeltern genauso interessant gewesen wie für Kinder. Es könne als Kompliment gewertet werden, wenn es Besucher gebe, die fragen, ob die gezeigte Sonderausstellung nicht Teil der Dauerausstellung werden könnte, sagte Trox. Dann habe er zwar darauf verweisen müssen, dass dafür ein „etwas anderer Anspruch“ zur Dokumentation der Stadtgeschichte besteht. Nichtsdestotrotz habe die Ausstellung in den Führungen für Erwachsene auch die Lokalgeschichte in den Blick genommen.

Wobei Trox betonte, dass er bei seinen Terminen auch die dürftige Quellenlage zum Mittelalter in Lüdenscheid verweise und die Gründe, wie den letzten verheerenden Stadtbrand 1723 nannte. Durch den großen Publikumszuspruch sei es den Museumsfreunden gelungen, ihre Förderung zu refinanzieren. Damit sind wieder Mittel für neue Projekte verfügbar, wie zum Beispiel die 68er-Ausstellung, die im Herbst eröffnet werden soll. Seit Montag waren Jens Lang, Matthias Marek und Frank Krumbiegel von der Burg Scharfenstein im sächsischen Drebach bei Chemnitz in Lüdenscheid, um selbst die Elemente der Ausstellung abzubauen.

Zunächst werden die Exponate eingelagert, bevor die Ausstellung Ende September in der Burg Scharfenstein in Drebach wieder aufgebaut wird. Umso wichtiger war es, dass Jens Lang jedes einzelne Teil sorgfältig beschriftet hat, damit auch nach gut einem halben Jahr Pause zwischen Ab- und Aufbau alle Elemente wieder ohne Probleme zusammengefügt werden können.

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