Spielplatz-Plan aus dem Archiv

Der öffentliche Spielplatz am Haus der Jugend soll aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden.

Lüdenscheid - Manchmal kann es ganz hilfreich sein, wenn man sich nicht allzu früh von vermeintlich überflüssig gewordenen Dingen trennt. Denn ein schon leicht vergilbter Bebauungsplan aus dem Jahr 1992 (!) kommt möglicherweise noch zu seinen Ehren.

Während es auf der Weltbühne innerhalb von zwei Jahrzehnten eine Fülle von Veränderungen gab, blieb der kleine Spielplatz neben dem Haus der Jugend und unterhalb des Waldorfkindergartens an der Hohfuhrstraße von jeglichen Ereignissen unbeeindruckt. Doch mit dem Dornröschenschlaf soll möglichst bald Schluss sein – zumindest nach dem Willen der SPD. Denn der Plan, den Thomas Meilwes, Mitarbeiter im Fachdienst Umweltschutz und Freiraum, bei einem Ortstermin vor den erstaunten Genossen ausrollte, hat trotz seines Alters nichts an Gültigkeit verloren. Rund eine halbe Million Euro wären allerdings nötig, um aus dem in Vergessenheit geratenen Areal wieder eine innerstädtische Perle zu machen. Fußläufig ist das Gelände bislang nur über einen gepflasterten Pfad aus Richtung Am Südhang zu erreichen. Vorgesehen sind zwei weitere Anbindungen: eine aus Richtung Hohfuhrstraße (Waldorfkindergarten), eine zweite von der Friedrich-Wilhelm-Straße.

„Weit und breit ist hier kein öffentlicher Spielplatz“, bedauerten einige Eltern. Der Brighouse Park sei wegen seiner offenen Bauweise kein geeigneter Ort für kleinere Kinder. Gerade mit Blick auf die entstehenden Hohfuhrterrassen hält Bürgermeister Dieter Dzewas eine zusätzliche Belebung des Quartiers für vernünftig. „Wir sollten die Eltern in den Entwicklungsprozess einbinden. Das hat sich bisher sehr bewährt.“ Die bevorstehenden Kommunalwahlen könnten das Projekt zusätzlich befeuern, hofft Verena Kasperek: „Das packen wir jetzt an.“

- be

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