Es gibt Gerüchte, Jugendliche hätten sich dort versammelt

Spielplatz im MK gesperrt: Allerdings nicht wegen Corona

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Sieht fertig aus, ist er aber nicht: Der Spielplatz am Haus der Jugend wird noch umgebaut.

Die Spielplätze sind seit dem 7. Mai wieder freigegeben. Seitdem behält sich die Stadt Lüdenscheid allerdings vor, sie vereinzelt wieder zu schließen, falls sich dort „Hotspots von Jugendlichen“ entwickeln, wie Stadtsprecherin Marit Schulte sagt. Immer häufiger kursierten im Internet derzeit Gerüchte, dass das bereits geschehen sei.

Lüdenscheid - Ein Leser richtete sich mit einer solchen Vermutung nun auch an unsere Zeitung: Nach einem Anruf beim Bürgertelefon habe man ihm mitgeteilt, dass der Spielplatz am Haus der Jugend erst kürzlich aus diesem Grund gesperrt worden sei. Er sollte demnach mit seinen Kindern einen anderen Spielplatz besuchen – in der Nähe sei ihm nur der Platz nahe des Sauerfeldes geblieben, der jedoch überfüllt gewesen sei. 

Zudem habe er dort „eine Ansammlung von Jugendlichen“ gesehen, die Alkohol auf dem Gelände konsumierten. Dass Jugendliche die Spielplätze immer wieder als Aufenthaltsorte nutzen, sei auch beim Ordnungsamt bekannt, sagt Schulte. Allerdings: „Sogenannte Hotspots haben sich daraus noch nicht entwickelt. Meistens waren es kleinere Gruppen, die weggelaufen sind, sobald sie das Ordnungsamt sahen.“ 

"Kann sich nur um ein Missverständnis handeln"

Die Stadt habe noch keinen Spielplatz schließen müssen, bislang seien alle Corona-Vorgaben eingehalten worden. Auch der Spielplatz am Haus der Jugend sei nicht wegen der Corona-Schutzmaßnahmen zu, wie Schulte betont: Der Spielplatz wird seit einiger Zeit erneuert und umgebaut und sei schlichtweg noch nicht fertig. Ein fixes Datum für die Fertigstellung gebe es noch nicht, voraussichtlich im Sommer soll es aber so weit sein. 

„Bei dem Gespräch mit dem Leser kann es sich nur um ein Missverständnis gehandelt haben“, sagt Schulte. Vermutlich seien die Mitarbeiter des Bürgertelefons hinsichtlich des Umbaus nicht informiert gewesen „und sind wegen der städtischen Ankündigung davon ausgegangen, dass wir den Spielplatz gesperrt haben“. 

Coronavirus im MK: Schulhöfe bleiben gesperrt

Gerüchte in diese Richtung gebe es derzeit immer häufiger, sagt Schulte. Und hat eine Vermutung: „Ich denke, dass es teilweise für Verwirrung sorgt, dass zum Beispiel Spielgeräte auf Schulhöfen stehen, die Höfe allerdings abgesperrt sind.“ Das liege daran, dass sie nicht als öffentliche Spielplätze gewidmet sind und deshalb trotz der Lockerungen nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sein dürfen. 

Denn wegen der Corona-Pandemie gilt nach wie vor ein Betretungsverbot an Schulen – aus Sicherheitsgründen dürfen nur Schüler und Schulpersonal auf das Gelände. „Das gilt auch nach Schulschluss“, sagt Schulte. Es gebe lediglich zwei Sonderfälle: „Die Höfe der Knapper und der Tinsberger Schule sind als öffentliche Spielplätze gewidmet, sind deshalb auch nicht abgesperrt und dürfen bespielt werden.

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