Spezielle Reha soll beruflichen Wiedereinstieg erleichtern

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Geschäftsführer Frank Düssel, Chefarzt Holger Krause, Teamleiter Peter Beckmann und Olga Werthmann (ergotherapeutische Leitung) stellten das Angebot vor.

Lüdenscheid - Wer gesundheitsbedingt für längere Zeit aus dem Job ausscheiden musste, den plagen vor seiner Rückkehr viele Ängste. Um diesen Menschen ihre Wiedereingliederung zu erleichtern, bietet die Reha-Klinik Lüdenscheid seit einigen Wochen auch die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) an.

Erfülle ich die Anforderungen? Was kann ich noch leisten? Wie reagieren die Kollegen auf meine Rückkehr? Das sind typische Fragestellungen bei Betroffenen.

Für die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation wurde ein Team der Reha-Klinik qualifiziert und 200 Quadratmeter Fläche umgebaut. In diesem Bereich durchlaufen die Reha-Patienten eine ganze Reihe von Test, die dabei helfen, ihre berufliche und funktionelle Leistungsfähigkeit einzuschätzen.

Ob Dachdecker, Pflegerin oder Bürokraft – das Arbeitsplatzscreening und -training erfolgt an Musterarbeitsplätzen und hilft dabei, die Patienten wieder näher an den Beruf heranzuführen. Gezielte Trainings sollen dazu beitragen, Defizite aufzuzeigen und zu minimieren.

„Denn der Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit im zuletzt ausgeübten Beruf ist schließlich das erklärte Ziel“, betonen Chefarzt Holger Krause und Geschäftsführer Frank Düssel nicht zuletzt im Hinblick auf den Fachkräftemangel.

Da auch die Betriebe ein großes Interesse hätten, ihre Mitarbeiter wieder zu integrieren, bestehe bereits ein großes Netzwerk, innerhalb dessen man erfolgreich zusammenarbeite. Und dazu gehört auch, dass Sozialdienste und Psychologen in den Reha-Prozess sowie die Berufswegplanung eingebunden werden. „Wir möchten den Menschen als Ganzen auffangen“, betont Krause.

 Und daran hat natürlich auch die Deutsche Rentenversicherung ein Interesse. Sie hat die Reha-Klinik nach einem bundesweiten Auswahlverfahren zugelassen. Und: Das Angebot steht nicht nur Patienten der Kostenträger offen, sondern bald auch interessierten heimischen Betrieben und Berufsgenossenschaften. - kes

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