Sperrung sorgt für Probleme bei Buskunden

Abgeschnitten nach Vollsperrung bei McDonald's: Bus kommt nicht!

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Renate Mlitz ist auf den Bus angewiesen. Weil ihre Haltestelle vorübergehend stillgelegt wurde, muss sie nun für sie nicht realisierbare Wege in Kauf nehmen.

Lüdenscheid – Seit Anfang der Woche ist der obere Brockhauser Weg voll gesperrt – der Stadtentwässerungsbetrieb Lüdenscheid Herscheid führt dort bis voraussichtlich 9. August Kanalbauarbeiten durch. Während für Autofahrer eine Umleitung eingerichtet wurde, haben jene Gevelndorfer, die auf den Bus angewiesen sind, derzeit durchaus größere Probleme.

Eine von ihnen ist Renate Mlitz: Die 72-jährige ist sowohl auf den Rollator als auch die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen. Aufgrund der vorübergehenden Stilllegung der Haltestellen Kettenberg und Hüttenberg müsste sie entweder auf die bergauf gelegene Haltestelle an der Heedfelder Straße ausweichen oder aber bergab bis zur Dannenbergstraße laufen. „Beide Wege bekomme ich nicht mehr hin“, verweist Mlitz im Gespräch darauf, dass sie damit nicht alleine dastehe. „Hier wohnen viele ältere Menschen, die ebenfalls betroffen sind.“

Weil auch die Taxifahrt aufgrund der Kosten nicht in Frage komme, hat sie nach eigener Aussage alle wichtigen Termine bis Anfang August abgesagt. „Ich komme ja hier nicht weg.“ Dass durch eine Baustelle Unannehmlichkeiten entstehen, ist ihr durchaus bewusst, allerdings könne sie nicht nachvollziehen, warum die Linie 42 von der Altenaer Straße aus nicht bis zum Kettenberg fahren und dort drehen könnte – so wie es bei einer anderen Maßnahme ebenfalls möglich war.

„Das ist fahrplantechnisch leider nicht möglich“, erläutert MVG-Sprecher Jochen Sulies auf Anfrage. „Wir können die Fahrplanzeiten aufgrund der Umleitungen jetzt schon kaum einhalten, der Weg hinauf bis zum Kettenberg ist deshalb nicht machbar“, wirbt Sulies um Verständnis. Im Zuge solcher Baumaßnahmen versuche man immer, so wenige Haltestellen wie möglich zu streichen und den Fahrweg weitestgehend sicherzustellen. „Aber manchmal gibt es betrieblich einfach keine andere Möglichkeit.“

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