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Sperrung der B229: Machtkampf an der Schranke - neue „Waffe“ gegen Abkürzer

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Von: Jan Schmitz

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Mit Leitplanken wurde die Straße Am Kamp im Bereich der Schranke künstlicht verengt.
Mit Leitplanken wurde die Straße Am Kamp im Bereich der Schranke künstlicht verengt. © Cedric Nougrigat

Um die Anwohner vor Umleitungsverkehr vor der Haustür zu schützen, installierte Straßen.NRW eine Schranke an der Straße Am Kampf. Inzwischen eskaliert die Situation unweit der Sperrung der B229 immer wieder. Jetzt zieht der Straßenbaulastträger neue Saiten auf.

Lüdenscheid – Im Kampf gegen Autofahrer, die die temporäre Schranke an der Straße Am Kamp und damit die Sperrung der B229 umfahren wollen, legt Straßen.NRW noch einmal nach. Weil man sich nicht allein auf die Genehmigung der beantragten Videoüberwachung verlassen will, schickte der Baulastträger am Freitag seine Arbeiter los, um die Straße mit Leitplanken künstlich zu verengen. Inzwischen liegt die Antwort der Stadt Lüdenscheid zur Installation einer Videokamera an der Schranke vor.

Anlass für den Aufbau der Leitplanken war ein Zwischenfall am Donnerstag (18. November), als Autofahrer die dort aufgestellten Schilder in die seitliche Böschung geworfen haben, damit sie seitlich an der Schranke vorbeifahren konnten. „Zusätzlich zur Schranke werden noch Leitwände rechts und links der Straße aufgestellt. So bleiben in der Mitte drei Meter Durchfahrtsbreite vor der Schranke, und damit keine Möglichkeit mehr, sich seitlich vorbeizumogeln“, teilte Straßen.NRW-Sprecherin Julia Ollertz mit. Zudem soll der kurze gegen einen längeren Schlagbaum ausgetauscht werden.

Anwohner beklagen durch die Sperrung des Wahrdeabstiegs (B229) zum Teil 30 Kilometer lange Umwege, wenn sie die ausgeschilderte Umleitung nutzen - „und das bei den Spritpreisen“. „Die Menschen, die zum Beispiel zwischen Volmestraße und Ostendorf wohnen und morgens zur Arbeit nach Brügge, Lüdenscheid oder Richtung Meinerzhagen müssen, werden von Straßen.NRW gezwungen über Öckinghausen, Schalksmühle, Volmestraße zu fahren, um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu kommen“, schreibt ein Autofahrer. Und weiter: „ Dass die Menschen, die das betrifft, ihre Fäuste in den Taschen ballen, ist für mich verständlich.“

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