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Sperrung auf Bundesstraße im MK: Videoüberwachung gegen Abkürzer

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Von: Jan Schmitz

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Nur Einsatzfahrzeuge dürfen die Schranke Am Kamp in Lüdenscheid passieren.
Nur Einsatzfahrzeuge dürfen die Schranke Am Kamp passieren, viele Autofahrer versuchen es trotzdem und zwängen sich an dem Schlagbaum vorbei. © Cornelius Popovici

Mit einer Schranke will Straßen.NRW verhindern, dass Auto- und Lkw-Fahrer die Straße Am Kamp während der Sperrung der B229 zwischen Brügge und Ostendorf als Abkürzung nutzen.

Lüdenscheid – Nachdem die Anlage dutzendfach beschädigt wurde, zieht der Straßenbaulastträger nun die Errichtung einer Videoüberwachung in Betracht, wie Straßen.NRW-Sprecherin Julia Ollertz deutlich machte. Eine Anfrage wurde bei der zuständigen Stadt Lüdenscheid gestellt.

Nach Darstellung von Straßen.NRW werden Techniker im Schnitt dreimal pro Woche zur Schranke gerufen, um Schäden zu beseitigen oder die Anlage neu zu justieren. „Einige Autofahrer sind völlig schmerzfrei“, berichtet Julia Ollertz über kleine Fahrzeuge, die sich an dem kurzen Balken vorbeizwängen.

Größere Autos konnten lange Zeit passieren, wenn Fahrer den Schlagbaum zur Seite bogen. Durch eine Versteifung sollte dies verhindert werden.

Für den vorläufigen Höhepunkt der Schadensserie sorgte ein Unbekannter, der den Schlagbaum am Montag auf rabiate Weise hochbog und ihn dabei zerstörte. Der Schaden: rund 1.000 Euro.

Mit den Händen soll ein Autofahrer den Schlagbaum in Lüdenscheid verbogen haben.
Mit den Händen soll ein Autofahrer den Schlagbaum verbogen haben. © Straßen.NRW

Noch am Montag wurde die Schranke repariert. „Wir setzen nun auf eine Videoüberwachung in der Hoffnung, weitere Täter abzuschrecken“, erklärt Ollertz. Schilder sollen auf die Kameras hinweisen.

In der kurz vor Weihnachten beginnenden Winterpause wird die B229 vorübergehend wieder freigegeben und die Schranke geöffnet. Mit der Rückkehr der Bauarbeiter im Frühjahr folgt dann die nächste Vollsperrung – und der Schlagbaum an der Straße Am Kamp senkt sich wieder dauerhaft.

Anwohner beklagen durch die Sperrung des Wahrdeabstiegs (B229) zum Teil 30 Kilometer lange Umwege auf dem Weg zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen, wenn sie die ausgeschilderte Umleitung nutzen – „und das bei den Spritpreisen“, schreibt ein Betroffener.

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