Reeber-Stiftung finanziert Auto fürs Busch-Haus

Stiftungsvorsitzende Ingrid vom Hofe und Thomas Cordt vom Johannes-Busch-Haus mit dem gespendeten Auto.

LÜDENSCHEID ▪ Mit 20.000 Euro hat das Johannes-Busch-Haus die größte Einzelspende der Karl-Reeber-Stiftung bei der letzten Ausschüttung bekommen. Was der Empfänger mit dem Geld gemacht hat, konnte sich Stiftungsvorsitzende Ingrid vom Hofe jetzt vor Ort, bei der Einrichtung an der Bodelschwinghstraße, ansehen.

Dort steht ein geräumiger, schneeweißer Opel Vivaro vor der Tür, der acht Personen Platz bietet. Er vergrößert den Wagenpark auf aktuell zehn Autos und wird auf vielfältige Weise eingesetzt – für weite und kurze Strecken, für Urlaubsfahrten und die täglichen Einkäufe. 129 Bewohner werden in Einrichtungen des Busch-Hauses stationär, 100 ambulant betreut. Der familienunterstützende Dienst hilft 60 Familien.

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„Die Anschaffung von Autos ist eigentlich im Vergütungssatz nicht vorgesehen“, sagt Wohnverbundsleiter Thomas Cordt. Dank eines günstigen Angebots reichte das Stiftungsgeld fast komplett für den Neuwagen. Und so erfüllt sich der Wunsch, den Stiftungsgeber Karl Reeber vor fast 30 Jahren hatte, wie Ingrid vom Hofe gestern in Erinnerung rief: „. . . dass etwas zusätzlich möglich ist.“

„Vieles wäre ohne diese Unterstützung gar nicht möglich“, betonte auch Thomas Cordt und zeigte sich sehr dankbar, dass das Geld die Mobilität erhalte und Inklusion ermögliche. Mit dem öffentlichen Nahverkehr sei vieles gar nicht zu regeln.

Wie lange die Stiftung das allerdings noch in dieser Höhe schafft, vermag auch die Vorsitzende nicht zu sagen; sie sprach in dem Zusammenhang von „einem kleinen Wermutstropfen“ bei künftigen Spendenvergaben. 2011 und 2012 konnte die Reeber-Stiftung jeweils rund 52 000 Euro unter gut einem Dutzend Vereinen und Verbänden aufteilen. Niedrige Zinsen schmälerten die Ausschüttungssumme künftig aber deutlich; bislang habe man noch von langfristigen Anlagen profitiert.

Trotzdem gibt’s weitere Ideen, was man mit etwas Extra-Geld bewirken könnte. Schließlich wird die Geldquelle nicht komplett versiegen. Derzeit treibt das Busch-Haus ein Projekt für Kinder und Jugendliche voran – „auch dafür“, so Cordt, „ist es unfassbar gut, dass man so einen starken Förderer im Hintergrund hat.“

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