SPD: Konjunkturgelder jetzt für Jugend und Sanierungen

LÜDENSCHEID - Die Verwaltung soll dem Rat jetzt Vorschläge zur Verwendung von 870 000 Euro aus dem Konjunkturpaket machen, nachdem der Familienplatz im Bürgerentscheid abgelehnt wurde.

Das erwartet die Lüdenscheider SPD. 70 Prozent des Geldes soll für Kinder-, Jugend- und Familienprojekte benannt werden. Die übrigen Mittel seien für Barrierefreiheit und energetische Maßnahmen in städtischen Gebäuden einzusetzen. „Wir hoffen, dass diese Liste dann im Stadtrat eine breite Mehrheit findet, erklärte gestern der Fraktionsvorsitzende Ingo Diller nach einer Vorstandssitzung. Die Fraktion selbst hatte am Montag unter dem Schock über den plötzlichen Tod von Achim Ahlhaus keine inhaltliche Debatte mehr geführt.

Der aktuelle Vorschlag sei mit den Ampel-Partnern FDP und Grünen abgestimmt, betonte Diller. Die drei Fraktionen wollen der Verwaltung die Sichtung überlassen, weil die besser einschätzen könne, welche Projekte im Bereich Jugend den Förderrichtlinien entsprechen „und auch rechtlich möglich sind“. Das gilt nach dem Bürgerentscheid vor allem für eine Begrünung des Jahnplatzes und den weiter gewünschten Umzug des Kinderschutzbundes ins dortige Umkleidegebäude. Denkbar seien auch der Verbleib an der Freiherr-vom-Stein-Straße – „dann müsste dort saniert werden“ – oder ein anderweitiger Umzug. Zu den Jugendprojekten soll die „qualitative Verbesserung“ von Spiel- und Bolzplätzen im Stadtgebiet gehören. Dazu zählt Diller ausdrücklich auch den Rosengarten.

Bei den energetischen Maßnahmen solle die Verwaltung darauf achten, dass die Stadt dadurch tatsächlich nachhaltig spart.

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