SPD-Fraktionschef Jens Voß: Keine Planung gegen Bürgerschaft

Die Rätherwiese: Wird sie bebaut oder nicht?

Lüdenscheid - Zwei Dinge beschäftigten SPD-Fraktionschef Jens Voß am Freitag kurz vor dem Wochenende: der soziale Wohnungsbau im Zusammenhang mit der Rätherwiese und der Vorstoß des Lüdenscheider Juristen Dirk Löber gegen die Erhöhung der Grundsteuer B.

Was die Rätherwiese angehe, wolle er keine Bebauung gegen die Bürgerschaft. Dennoch sei es wichtig, eine mögliche Bebauung über einen Aufstellungsbeschluss anzuschieben: „Ob es dann eine Bebauung gibt oder nicht, muss man abwarten. Das hängt davon ab, wieviel Wohnraum wir für Flüchtlinge benötigen.“ Eine Mischung aus Einfamilienhäusern und sozialem Wohnungsbau wäre dann denkbar, ist er überzeugt.

Natürlich sei er auch dafür, dass Leerstände gefüllt werden. Aber darum kümmere sich die Verwaltung ja im Rahmen des Handlungskonzepts Wohnen. Kurz vor oder nach den Sommerferien werde es ein Leerstandskataster geben. Vor diesem Hintergrund verstehe er den Vorschlag von CDU-Fraktionschef Oliver Fröhling nicht, einen runden Tisch mit Immobilien-Vertretern zu gründen. „Die Gespräche mit ihnen laufen ja schon.“ Dass Fröhling diesen runden Tisch zur Chefsache für Bürgermeister Dieter Dzewas erkläre, sei ein Zeichen, dass er dies offenbar „seinem“ Dezernenten Thomas Ruschin nicht zutraue: „Das ist ja wohl dessen ureigenste Sache“, findet Jens Voß. Es könne jedenfalls nicht sein, dass gar keine Bebauung mehr in Lüdenscheid ausgewiesen werde. „Dann können wir uns von der Stadtentwicklung verabschieden.“

Im April werde im Schulausschuss über die Beschulung der Flüchtlingskinder und die Betreuung in Kindergärten gesprochen. Dies sei eine der wichtigsten künftigen Aufgaben.

Die Initiative gegen die Erhöhung der Grundsteuer B sieht Voß skeptisch: „Dann sollen mir die Gegner einmal sagen, welche Einrichtungen wir schließen sollen: Kulturhaus, Musikschule, Stadtbücherei, Jugendzentren, Museum oder die Grünewalder Turnhalle? Das sind nämlich die freiwilligen Leistungen, die wir einsparen können. Spaß macht mir die Steuererhöhung auch nicht.“

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