Deutliche Kritik

SPD-Chef kämpft mit klarer Ansage gegen Ideen zur De-Industrialisierung im MK

Fabian Ferber
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SPD-Stadtverbandschef Fabian Ferber reagiert auf eine Stellungnahme der ÖDP.

Mit einem Bekenntnis zum Industriestandort Lüdenscheid und deutlicher Kritik an Äußerungen des ÖDP-Kreisvorsitzenden und -Ratsherrn Claudius Bartsch zum Flächenverbrauch für Gewerbezweckereagiert SPD-Stadtverbandschef Fabian Ferber auf eine Stellungnahme der ÖDP

Lüdenscheid – Bartsch hatte Mitte des Monats unter anderem geschrieben: „Ob im Märkischen Kreis oder wo auch immer: Es darf kein Weiter-so oder gar ein Noch-mehr an Flächenverbrauch wie in der Vergangenheit mehr geben!“ In Zeiten schwindender Biodiversität müssten „zuallererst Industriebrachen genutzt werden“.

Dazu sagt Fabian Ferber: „Wenn die ÖDP und andere Kräfte im Rat die De-Industrialisierung dieser Stadt wollen, dann sollen sie es sagen. Sie sollen den vielen Tausend Menschen, die in dieser Stadt in der Industrie ihre Arbeit finden, mitteilen, dass sie für ihre Arbeitsplätze keine Zukunft sehen. Es wäre jedenfalls konsequenter, als die Stadtverwaltung mit unnötigen Aufträgen zu Industriebrachen weiter überlasten zu wollen.“

Forderungen sind „nahezu albern“

Die Äußerungen aus der ÖDP erweckten den Anschein, als könne man Industriebrachen wie in der Rahmede, in Tallagen oder im engeren Stadtgebiet wieder gewerblich nutzen. Diese Forderungen nennt Ferber „nahezu albern“. An solchen Orten könnten keine neuen Gewerbeflächen nach ökologischen und wirtschaftlichen Standards entstehen.

Notwendig sind nach Ferbers Worten eine Strukturförderung und der Wille, „aus unserer Industrieregion im Grünen eine grüne Industrieregion zu schaffen“. Dafür müssten Gewerbeflächen ausgewiesen werden. „Wir müssen dafür andere ehemalige Gewerbeflächen renaturieren oder einer anderen Nutzung zuführen, wie zum Beispiel an der Wiesenstraße.“ 

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