Spaziergang durch Schnee und klirrende Kälte

Winteridylle mit Temperaturen wie in der Gefriertruhe

Naturidylle: So stellt man sich Winter vor
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Familie Hartwig war gut gelaunt am Vogelberg in Lüdenscheid unterwegs.

Nach Eisregen, Schnee und Temperaturen wie in der Gefriertruhe zeigte sich der Winter am Wochenende von seiner schönsten Seite. Jung und Alt drängte es bei Sonne und Kälte hinaus ins Freie. Warm eingepackt, genossen Spaziergänger, Wanderer, Naturliebhaber und Familien mit Kindern den Aufenthalt in einer verzauberten, eisigen Winter-Wonder-Welt.

Lüdenscheid - „Traumhaft“ war ein immer wieder zu hörendes Wetter-Kompliment: „So stellt man sich den Winter vor.“ Vor allem das seltene Schauspiel, das die vereisten, in der Sonne wie Kristalle glitzernden Zweige der Bäume und Sträucher boten, faszinierte viele – gleichgültig, ob sie an den Talsperren in der näheren Umgebung, auf verschneiten Wanderwegen, Rodelhängen vor der Haustür, mit Hund, Pferd, Rad oder Nordic Walking-Stöcken unterwegs waren.

„Hallo Gott, wolltest du mich beschenken?“, schilderte etwa Ariane Weiss, die mit ihrer Freundin Verena Stüwe an der Fuelbecker Talsperre spazieren ging, ihre ersten Gedanken zu den Eisästen. „So habe ich das noch nie gesehen.“ Ähnlich sahen das Pagona Zissis und Sabine Uhle, die mit ihren Hunden Niko und Lotte im Schnee unterwegs waren. „Die Hunde finden das ganz toll – mit Mäntelchen.“ Mindestens ebenso viel Spaß wie die großen Hunde hatte Welpe Marley, gerade einmal elf Wochen alt, der neugierig und voller Tatendurst mit Familie Escher seinen Winterspaziergang machte.

Mehrere Stunden zu Fuß unterwegs war Familie Hoffmann aus Neuenrade, die die klare Luft zu einer ausgiebigen Wandertour nutzte. „Ziel war es zu sehen, wie gefroren die Fuelbecker Talsperre ist.“ Die Kamera war stets griffbereit, wenn dem Paar ein reizvolles Fotomotiv unter die Augen kam.

Melina Fuhrmann und Nando Andreas sind seit kurzem stolze Hundebesitzer und führten den Welpen Chewy aus.

„Traumhaft schön, eine Stunde wie Winterurlaub“, fand auch Sybille Gonserowski-Spintge ihre kleine Auszeit vom Alltag an der Klamer Brücke. „Runterkommen, einfach froh entspannen und genießen. Das tut der Seele gut.“ Die hiesige Landschaft sei so schön wie die der Alpen. „Das passt“, meinten zu guter Letzt Melina Fuhrmann und Nando Andreas (Honigmut), die ihren Welpen Chewy aus Bulgarien an der Klamer Brücke ausführten, zum Wetter und ihrem noch frischen Hundebesitzer-Dasein. „Eine große Aufgabe.“

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In die gleiche Richtung gingen viele andere Stimmen. Wem das Spaziergehen nicht ausreichte, schwang sich aufs Rad oder nahm die Nordic Walking Stöcke mit wie Heinz und Gisela Schindler, die am Schloss Neuenhof unterwegs waren. „Wenn man jetzt nicht rausgeht, wann dann?“, fragten sie. „Die Bäume mit den Eiskristallen sind wunderschön.“

Etwas verwundert zeigte sich dagegen ein 81-jähriger Lüdenscheider von der allgemeinen Winterbegeisterung. „Ich weiß gar nicht, was die Leute haben. Es war schon immer kalt. Früher sind wir auf der Fuelbecker Talsperre Schlittschuhe gefahren. Die Leute sind zu empfindlich geworden.“ Alles andere als empfindlich war da ein Jogger, der sein Training bei der klirrenden Kälte in kurzer Hose (!) absolvierte.

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