Nur das Sparziel im Blick: Stromsparhelfer der Caritas

Persönliche und technische Stromsparhelfer der Caritas kommen auf Wunsch in einkommensschwache Haushalte.

LÜDENSCHEID ▪ Es geht ganz allgemein um die globale Energiewende, aber auch ganz konkret um 100 bis 300 Euro mehr in der Geldbörse. Beide Ziele lassen sich mit vielen kleinen Schritten erreichen, hoffen die Stromsparhelfer der Caritas.

Deshalb werben sie derzeit wieder verstärkt für ihr Angebot, in Haushalte zu kommen, Energiefresser zu finden und auszuschalten. „Dabei haben wir Scheuklappen auf“, sagt Hendrik Kotronis. Er und seine beiden Mitstreiter, Beate Sadrinna und Rainer Koch, wissen, dass gerade die Adressaten dieses Angebotes – Einkommensschwache – ein Problem damit haben, Fremde in jede Ecke ihrer Wohnungen gucken zu lassen. „Uns interessiert nicht, ob’s dreckig oder unaufgeräumt ist“, betont auch Projektleiter Thomas Becker. „Wir wollen, dass sich das Verbraucherverhalten ändert, durch Vorschläge, nicht durch Zwang.“

Doch die Berater machen mehr als Vorschläge – und das alles kostenlos. Beim ersten Besuch erstellen sie eine Bestandsaufnahme, beim zweiten kommen sie mit einem maßgeschneiderten Geschenkpaket im Wert von 60 bis 70 Euro, das beim Sparen von Strom und Wasser „ohne Komfortverlust“ hilft: Leuchtmittel, Steckerleisten, Zeitschaltuhren, Perlatoren, Sparduschköpfe und viele Tipps.

Im September letzten Jahres ist die Aktion angelaufen, die die Caritas mittlerweile aus eigener Tasche finanziert. Rund 70 Beratungen habe man im Südkreis bislang durchgeführt: „Doch es könnten mehr sein.“ Flyer, Mundpropaganda, die eigenen Beratungsdienste – auf vielen Wegen versucht die Caritas, auf offene Ohren und letztlich offene Türen zu stoßen. ▪ sum

Kontakt: stromsparhelfer@caritas-luedenscheid.de, Telefon: 0 23 51/90 50 14.

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