Sparkurs trifft Jugend, Sänger und Goldhochzeiter

Beim Sparen im städtischen Haushalt zählt jetzt offenbar jeder Cent.

LÜDENSCHEID - Goldhochzeitspaare sollen zur Gratulation von der Stadt Lüdenscheid keine Urkunden mehr erhalten, sondern nur noch Wappenbogen. Damit will die Verwaltung künftig 150 Euro sparen – im Jahr. Das geht aus der Liste der freiwilligen Leistungen im Etatentwurf der Stadt für 2011 hervor, die vor allem eine Streichliste ist.

Im Jugendbereich sollen die Ausgaben von heute 2,01 Millionen Euro bis 2014 auf 1,61 Mio. gesenkt werden. Dazu erarbeitet das Jugendamt laut der Vorlage einen „Umsetzungsplan“ auch mit den 34 betroffenen Vereinen und Institutionen, deren Spektrum vom CVJM über den Skate-Club bis zum Verein für Tages- und Pflegeeltern reichen.

10 000 Euro weniger als heute soll es 2011 laut dem Entwurf für die Förderung von Bildungschancen geben. Dieser Betrag sinkt demnach von zuletzt 90 000 Euro bis 2014 um jeweils 10 000 auf dann noch 50 000 Euro.

Auch bei zahlreichen Vereinen und Verbänden soll die Unterstützung gekürzt werden. Die Beratungsstelle für Suchtkranke etwa soll mit 7380 Euro nur noch die Hälfte der bisherigen Förderung erhalten, die Ehrenamtsbörse statt 5000 nur noch 4000 Euro, die Gesangsvereine statt 6000 nur noch 3000 Euro, der Zuschuss für die Patenschaft Glatz entfällt. Auch der Mietzuschuss für die Lüdenscheider Tafel soll nur noch bei 6800 statt 8500 Euro liegen.

Um 15 000 Euro erhöht werden soll dagegen der Ansatz für Übungsleiter im Jugend- und Schülerbereich.

Freiwillige Leistungen der Stadt zählen zu den Kostenpunkten im Etat, auf die die Finanzaufsicht ein besonders kritisches Auge hält.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare