Sparkasse als Sponsor für Bau von Phänomenta-Turm

Ein Leuchtturm-Projekt im wahrsten Sinne des Wortes soll das Foucaultsche Pendel der Phänomenta werden – mit Unterstützung der Sparkasse Lüdenscheid.

LÜDENSCHEID - Die Sparkasse Lüdenscheid will das große Regionale-Projekt „Denkfabrik“ mit namhaften Spenden unterstützen, wenn mit den Förderzusagen des Landes der Startschuss für die Baupläne am Bahnhof fällt.

Konzentrieren will sich das heimische Geldinstitut dabei auf den Ausbau des Science-Centers Phänomenta, und hier speziell auf das Leuchtturm-Projekt des Foucaultschen Pendels. Der seit Jahren geplante spektakuläre Turm, in dem ein riesiges Pendel zur Darstellung der Erddrehung schwingt, soll die Anziehungskraft der Phänomenta auf Besucher aus der Region nochmals deutlich verstärken.

Udo Lütteken, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, sieht in dem Pendel auch aus anderen Gründen eine sinnvolle Investition in die Zukunft: „Die Phänomenta und die von Anfang an voll dahinter stehende heimische Wirtschaft will junge Menschen für Naturwissenschaften und Technik begeistern. Das ist heute wichtiger denn je, denn der Mangel an Jung-Ingenieuren und weiterem technischem Nachwuchs wird auch im heimischen Raum immer deutlicher spürbar.“ Nicht umsonst diskutiere man landauf landab gerade jetzt, wie Deutschland solche Fachkräfte aus dem Ausland anlocken kann.

Lütteken betonte zugleich, dass es sich bei den Phänomenta-Spenden noch um eine Überlegung handelt. Ob und wie sie umzusetzen ist, könne sich erst zeigen, wenn mehr Klarheit zur Regionale-Förderung herrscht. Diese Klarheit sei in etwa zwei Monaten zu erwarten.

Die neue Spenden-Idee sei bereits mit dem Bürgermeister und Kommunalpolitikern abgestimmt worden. Letztlich geht sie auf den städtischen Haushaltsentwurf 2011 zurück. Darin formulierte Stadtkämmerer Karl Heinz Blasweiler bekanntlich den Anspruch auf eine Gewinnausschüttung der Sparkasse in Höhe von 500 000 Euro jährlich. Dieses Ansinnen hatte Lütteken wegen der steuerlichen Zusatzbelastung mit dem Vorschlag gekontert, stattdessen größere Spenden vorzunehmen. So bot die Sparkasse 200 000 Euro an, damit die Stadt die unerwartet teuer gewordene Pausenhalle für die Staberg-Gymnasien doch noch bauen kann. Dass es damit für 2011 nicht getan ist, sei der Sparkasse klar, sagte Lütteken: „Wir wollten keineswegs 300 000 Euro unter den Tisch fallen lassen.“

Allerdings verwies er auch darauf, dass die Sparkasse schon seit Jahr und Tag größere Summen zum Wohl der Stadt zur Verfügung stellt – etwa die drei Millionen Euro für die Bürgerstiftung. Für Zwänge gäbe es schon von daher keinen Grund.

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