„Sparkasse ein sicherer Hafen für die Kunden“

Im Sparkassen-Vorstand bestätigt wurde Klaus Erger (M.), neu sind Thorsten Haering (r.) und Markus Hacke. Die Mitglieder der Verbandsversammlung votierten am Freitagnachmittag einstimmig.

LÜDENSCHEID ▪ Die Krise der Staatsfinanzen ist Dauerthema und längst noch nicht ausgestanden. „Vor diesem Hintergrund ist die stabile Entwicklung des Sparkassenwesens umso bemerkenswerter“, hob Sparkassendirektor Udo Lütteken am Freitagnachmittag hervor.

Dann nämlich fand die Sitzung der Verbandsversammlung des Sparkassenzweckverbandes der Städte Lüdenscheid und Halver sowie der Gemeinden Herscheid und Schalksmühle statt. 

„Sparkassen sind eben lokal orientierte Institute, die ihr Geschäft dort suchen – für beide Seiten der Bilanz“, fügte er hinzu. So überrasche es nicht, dass sowohl im Kreditgeschäft als auch im Einlagengeschäft die Sparkassen auf Zuwächse verweisen könnten. Insbesondere könne man vor dem Hintergrund der immer wieder aufkeimenden Diskussion über eine Kreditklemme eindeutig feststellen: „Eine solche Sorge um fehlende Mittel für sinnvolle Investitionsvorhaben ist bei Handwerk, Mittelstand, Freiberuflern und Privathaushalten völlig unbegründet.“

Die Ertragslage der Sparkassen sei auskömmlich. Sie erlaube, die Vorsorgereserven angemessen zu dotieren und dies trotz der erstmaligen Gewinnabführung an die Trägerkommunen (wir berichteten).

Auch wenn die Bilanz des Geschäftsjahres 2011 noch nicht abgeschlossen sei, könnten in allen Geschäftsbereichen Erfolge verzeichnet werden. Die Sparkasse werde von den Kunden als sicherer Hafen wahrgenommen, was sich zum Beispiel in einem Wachstum der Eigenemissionen (Sparkassenbriefe) um 8,4 Prozent gegenüber 2010 zeige. „Daneben bestimmte Liquidität das Anlagverhalten in hohem Maße, was sich in der Steigerung der täglich fälligen Einlagen der Privatpersonen unter anderen auf Tagesgeldern um fast 40 Millionen Euro zeigte.“

Der Verkauf der WestLB--Zuwachsanleihen – festverzinsliche Wertpapiere – habe zudem die Ausweitung des Wertpapiergeschäfts durch An- und Verkäufe in Höhe von fast 180 Millionen Euro gestützt und das, obwohl der DAX im Verlauf des Jahres 2011 immerhin beachtliche 15 Prozent an Wert verloren habe.

Besondere Erfolge verzeichnete nach Angaben von Udo Lütteken auch der Verkauf von Lebens- und Rentenversicherungen der Westfälischen Provinzial, einem der Verbundpartner der Sparkassen-Finanzgruppe. „Die bewertete Beitragssumme konnte gegenüber dem Vorjahr um 61,6 Prozent gesteigert werden.“ Sowohl die Baufinanzierungen für Privatkunden als auch die Kredivergabe für die Wirtschaft in der Region wuchsen jeweils um 3,7 Prozent. Von einer Kreditklemme für die Kunden könne wahrlich nicht gesprochen werden, was auch an der guten Beratungsarbeit der rund 400 Mitarbeiter liege.

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