Sparkasse rechnet für 2015 mit leichtem Wachstum

Dieter Dzewas war in Sachen Enervie unterwegs, so leitete sein Schalksmühler Kollege Jörg Schönenberg (flankiert von Markus Hacke, r., und Thorsten Haering) die Sparkassen-Verbandsversammlung.

Lüdenscheid - Das Umfeld wird schwieriger, aber die Ziele werden nicht unbedingt bescheidener. Auch für 2015 rechnet die Sparkasse in vielen Bereichen wieder mit einem leichten Wachstum. Das war der Tenor der Verbandsversammlung des Sparkassenzweckverbandes der Städte Lüdenscheid und Halver sowie der Gemeinden Herscheid und Schalksmühle.

Unter den gegebenen wirtschaftlichen Bedingungen werde, so hieß es, die Geschäftsentwicklung der Sparkasse als gut beurteilt. Am Ende wurde der Beschluss über die Entlastung der Organe einstimmig gefasst.

„Südwestfälische Unternehmen sind mit Geschäftslage zufrieden“, „Sparkasse ist unangefochtener Marktführer“, „61 Prozent Marktanteil im Privatkundengeschäft“, „Internet-Filiale immer beliebter – jährlich über eine Million Überweisungen“, „Das Kredit-Neugeschäft brummte in 2014“, „13,8 Millionen Euro für das Gemeinwohl in den letzten fünf Jahren“ – um diese Stichworte baute sich der Lagebericht der Sparkassenvorstände Markus Hacke und Thorsten Haering auf.

Zahlen untermauerten die Entwicklung der Sparkasse im Geschäftsjahr 2014. Demnach erhöhte sich die Bilanzsumme um 28,3 Millionen Euro bzw. 1,6 Prozent auf rund 1,8 Milliarden Euro. Die Darlehenszusagen beliefen sich auf rund 194 Millionen Euro, ein starker Anstieg gegenüber dem Jahr zuvor (170 Millionen Euro). Die Darlehenszusagen zur Finanzierung des Wohnungsbaus erhöhten sich um 13,2 Prozent auf rund 91 Millionen Euro. Die Darlehenszusagen an Unternehmen und Selbstständige sind laut Bericht stark gestiegen: um 35,3 Prozent auf 101,5 Millionen Euro.

Während die Spareinlagen um sechs Millionen Euro zurückgingen, stiegen die Sicht- und Termineinlagen um rund 43 Millionen Euro. Das konnte, so heißt es, die Entwicklung bei den Spareinlagen überkompensieren. Der Zinsüberschuss habe sich besser entwickelt als erwartet: „Entgegen unserer Annahme sanken die Zinsaufwendungen deutlicher, sodass sich der Zinsüberschuss um lediglich zwei Prozent auf 44,2 Millionen Euro reduzierte.“

Auffällig war, das zeigten auch Fragen aus dem Plenum, der hohe Absatz bei Lebensversicherungen, wodurch das gesteckte Ziel deutlich übertroffen worden sei. Grund hierfür sei, so erläuterte der Vorstand, ein „Geldanlagesurrogat“, ein Angebot für eine Einmalanlage mit vergleichsweise gutem Zins. Offensichtlich zu erfolgreich: Mittlerweile sei das ausgelaufen. Für 2015 wird daher bei den Versicherungsverträgen ein „moderater Rückgang“ erwartet.

Doch man zog auch eine soziale (Spenden, Sponsoring), eine nachhaltige (besondere Ausbildungsprojekte) und eine ökologische Bilanz. In dreieinhalb Jahren haben zum Beispiel die Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern der Hauptstelle in Lüdenscheid und der Geschäftsstelle Halver Strom für den Jahresbedarf von 38 Vierpersonenhaushalten produziert. Mit der Energiemenge könnte der hauseigene Elektro-Hybrid-“Ampera“ von Lüdenscheid bis zum Mond und wieder zurück fahren. - sum

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