Geldautomaten und SB-Terminals bleiben

Sparkasse: Diese Geschäftsstellen bleiben für immer geschlossen

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In der Kluse werden nach Bürgerprotesten noch Geldautomat, Kontoauszugsdrucker und SB-Terminal vorgehalten.

Lüdenscheid -  Mehr als zwei Jahre nach dem Start schließt die Sparkasse Lüdenscheid am heutigen Donnerstag die Umstrukturierung des Filialnetzes ab. Die Geschäftsstelle im Oeneking, zuletzt noch Selbstbedienungsbereich, wird endgültig geschlossen. Es ist nicht die einzige.

Die im August 2016 angekündigten Geschäftsstellen-Schließungen sorgten für Wirbel bei Kunden und Mitarbeitern, die Veränderungen wirken auch heute noch nach. 

Von ehemals 19 Standorten gibt es nach Umsetzung des neuen Filialkonzeptes noch elf. 

Insgesamt wurden in Lüdenscheid sechs der vormals zwölf Geschäftsstellen geschlossen. In Schalksmühle blieben noch zwei von vier Zweigstellen übrig. In Herscheid und Halver gab es keine Veränderung. Dafür wurde in Lüdenscheid mit dem Beratungs-Center an der Lennestraße eine große Filiale neu eröffnet.

Der neue Geldautomat im Nahversorgungszentrum an der Kölner Straße ersetzt die Filiale im Oeneking.

Am heutigen Donnerstag nimmt die Sparkasse Lüdenscheid einen neuen Geldautomaten im Nahversorgungszentrum Kölner Straße in Betrieb. Dafür wird zeitgleich der Selbstbedienungsbereich in der ehemaligen Geschäftsstelle Oeneking an der Harlingerstraße aufgegeben. Der Automat befindet sich an der Außenfassade des alten Kaufparks und ist barrierefrei erreichbar. 

Die ehemalige Geschäftsstelle im Oeneking.

Neben der Hauptstelle ist die Sparkasse in Lüdenscheid mit Dependancen an der Lennestraße (neu), am Bräucken, in Brügge, am Buckesfeld und am Rathausplatz vertreten, außerdem in Halver und Oberbrügge, Herscheid, Heedfeld und Schalksmühle. Damit hat die Sparkasse im Vergleich zu anderen Banken nach wie vor die höchste Dichte an Zweigstellen im Geschäftsgebiet. 

Die Filiale in der Worth.

Betroffen waren in Lüdenscheid die ehemaligen Geschäftsstellen in der Worth, in der Kluse, in Oberrahmede, Gevelndorf und am Wehberg. Sie öffneten letztmals im Frühjahr 2017. Kunden und Mitarbeiter der fünf Filialen wechselten ins neue Beratungs-Center im Stadtwerke-Bau, das am 2. Mai 2017 eröffnet wurde.

Die Filiale am Wehberg. 

In einem zweiten Schritt schloss die Geschäftsstelle Oeneking zum Jahreswechsel 2017/2018 für immer ihre Pforten. Sie wurde zur Hauptstelle verlegt. 

Die Filiale in der Kluse.

Die Schalksmühler Zweigstellen Dahlerbrück und Mollsiepen wurden ebenfalls aufgegeben. Hier wechselten Kunden und Mitarbeiter in die Schalksmühler Filiale. 

Mit Ausnahme von Oberrahmede bleibt die Sparkasse an allen aufgegebenen Standorten präsent und bietet ihren Kunden Geldautomaten und an vielen Stellen auch Selbstbedienungsterminals, an denen Kunden beispielsweise Überweisungen tätigen können. Diese Funktionen werden teilweise in den Foyers der ehemaligen Bankräume vorgehalten, aber nicht immer. 

Aufgegeben. Die Filiale in Oberrahmede.

So findet sich der Geldautomat der ehemaligen Oeneking-Filiale nun am Versorgungszentrum Kölner Straße. 

Den Standort Gevelndorf hat die Sparkasse komplett verlassen. Ein Geldautomat befindet sich am Ausweichstandort Brockhauser Weg. Am Wehberg blieb ein Geldautomat. 

Die Filiale in Gevelndorf.

In der Worth und in der Kluse gibt es noch Geldautomat, Kontoauszugsdrucker und SB-Terminal. Die Zahl der Geldautomaten im Geschäftsgebiet ist nach Angaben der Sparkasse insgesamt konstant geblieben. 

In Lüdenscheid gibt es derzeit 30 Geldautomaten (an 17 Standorten). Zusammen mit Herscheid, Schalksmühle und Halver kommt die Sparkasse sogar auf 43 Geldautomaten (an 26 Standorten). 

Die Mitarbeiter in den betroffenen Filialen wechselten an andere Standorte, vor allem ins Beratungs-Center an der Lennestraße, in dem fünf Filialen konzentriert wurden. So sollte sichergestellt werden, dass Kunden „ihre Ansprechpartner“ auch nach dem Wechsel behalten. Nach Angaben der Sparkasse gab es keine betriebsbedingten Kündigungen. Allerdings ging der Personalbestand zwischen 2015 und 2017 (jeweils zum 31. Dezember) von 381 auf 354 Mitarbeiter zurück.

Hier sind fünf Filialen zusammengeführt worden: Beratungs-Center an der Lennestraße

Warum legte die Sparkasse im August 2016 ein neues Filialkonzept vor? 

Das bestehende Filialnetz war in den 1960er Jahren etabliert worden, als viele Kunden ihr Gehalt nicht mehr in der Lohntüte bekamen, sondern aufs neue Girokonto. Die Sparkasse sicherte dadurch die wohnortnahe Versorgung mit Bankleistungen. „Dieser Bedarf ist so nicht mehr vorhanden“, sagt Thomas Meermann, Sprecher der Sparkasse. Mehr als die Hälfte der Kunden beherrschten den Online-Zahlungsverkehr, würden kaum noch an den Schalter gehen – und es würden immer mehr. Die Sparkasse habe zuletzt ein Netz vorgehalten, das nur noch von maximal der Hälfte der Kunden genutzt wurde. „Davon können wir aber keine Mitarbeiter bezahlen“, sagt Meermann.

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