Spannende Mittelalter-Reise am Bremecker Hammer

Faszination Goldwaschen in einer Regenpause.

LÜDENSCHEID ▪ Es war eine mit viel Liebe und Herzblut vorbereitete Entdeckungsreise ins Mittelalter, die Dietmar Conradt mit einem Team von insgesamt 50 ehrenamtlichen Helfern am Bremecker Hammer auf die Beine gestellt hatte.

Unter dem Namen Jan-Michael-Bergmann-Kinderfest, das mit seinem Titel an den Initiator erinnert, gab es am Samstag und Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr ein abwechslungsreiches Angebot, das für Jung und Alt lehrreiche Unterhaltung breithielt. Vom Goldwaschen, über Bogenschießen, Axtwerfen und Kinderschmieden bot das Fest Geschichte zum Anfassen, Erleben und Erforschen.

Eine Bildergalerie zum Fest gibt es hier:

Kinderfest Bremecker Hammer

Im Hof konnten Schaulustige Freikämpfe der Ritter beobachten, und am Sonntag stand mit dem Franko-Flämischen Contingent, von dem 30 Kämpfer aus der gesamten Bundesrepublik anreisten, ein besonderer Höhepunkt auf dem Programm. Allein das Wetter spielte nicht mit, so dass bei ständigen Regenschauern weniger Teilnehmer als sonst den Weg zum Bremecker Hammer fanden und die erwarteten Besucherströme ausblieben – eine große Enttäuschung für die Organisatoren, die das Fest in neunmonatiger Arbeit vorbereitet hatten.

Trotzdem wurde es für die Anwesenden zu einem faszinierenden Spektakel, bei dem es viel zu entdecken gab. Zwischen den Regenschauern herrschte immer wieder ein buntes Treiben, weil sich mit jedem Sonnenstrahl schnell neue Gäste einfanden, um in die Welt des Mittelalters einzutauchen. Zwei Frauen drehten ihre Runden in traditioneller, mittelalterlicher Kleidung mit geflochtenen Körben, in denen damals Angehörige für die Marktkämpfer Getränke und Verpflegung bereithielten. Ein Ritterbasar war ebenfalls aufgebaut, auf dem ein traditionell gekleideter „Waffenhändler“ mittelalterliche Waffen zeigte und Wissensdurstigen fachkundigen Erläuterungen gab. Am Samstag fand außerdem ein etwas anderer Kindergeburtstag mit 18 teilnehmenden Kindern statt, die sich nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken unter Dietmar Conradts Anleitung, eigene Wikingermesser schmieden durften - „mit stumpfen Klingen zum Nutallabrot-Schmieren“, wie Conradt schmunzelnd bemerkte, der ebenfalls Geburtstag hatte. Der Kinderschutzbund war ebenfalls vertreten, der mit drei Mitarbeitern Schmink- und Spielangebote machte. Dazu gab es Rollenrutschen, am Sonntag zusätzlich eine Hüpfburg. Für kindgerechte Verpflegung war mit heißen Waffeln, Kuchen und Grillwürstchen und Getränken gesorgt. Dazu hatte das Städtische Museum Wassereis und Apfelschorle zum kostenlosen Verteilen an die Kinder zur Verfügung gestellt.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare