Spannende Erlebnisse beim Projekt „MuseobilBOX“

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Hinter der Präsentation einer Ausstellung steckt viel Arbeit: In der Werkstatt der Lüdenscheider Museen zeigte Mitarbeiter Volker Kirstein den Kindern, wie ein Passepartout zugeschnitten wird.

Lüdenscheid - Ein lautes „Ja“ aus mehreren Kehlen war die begeisterte Antwort auf die Frage: „Ist es spannend im Museum?“ Mehrere Jungen und Mädchen aus der Ferienbetreuung des offenen Ganztags der Lüdenscheider Grundschulen nehmen in dieser Woche an dem Projekt „MuseobilBOX“ teil.

Gemeinsam mit Ursula Delhougne und Ulrike Tütemann von den Museen der Stadt erkunden sie Kunst und Historie in Lüdenscheid und Umgebung. Zum Abschluss gestalten sie ihr eigenes Museum im Miniaturformat.

Zu Auftakt waren sie am Montag vom Keller bis zum Dachboden in den Lüdenscheider Museen unterwegs, wobei alle Kinder gleichermaßen aufgeregt auf Entdeckungsreise durch die Ausstellungen, aber auch durch die Werkstatt gingen. Das, was sie über die Präsentation der Museen und insbesondere die Geschichte ihrer Stadt lernten, konnten sie am Nachmittag beim Rundgang durch die Altstadt in einigen Aspekten hautnah nachvollziehen.

Die Kinder verglichen das, was noch an alter Bausubstanz erhalten ist, mit dem Modell, das sie vorher im Museum bestaunt hatten. Schnell erkannten sie die Erlöserkirche und das alte Rathaus wieder. Dabei wurde das Wissen abgefragt, das sie sich im Museum angeeignet hatten. Vieles hat sich geändert, aber ein Stück Geschichte ist dennoch vorhanden – das sorgte für Begeisterung bei den Kindern. Der Stadtbrand im Jahre 1725 und der Neuaufbau interessierte sie besonders und warf viele Fragen auf. Während der Tour wurde den Kinder bewusst, wieviel kleiner Lüdenscheid früher gewesen ist.

Am Dienstag ging es für die Jungen und Mädchen zur Burg Altena, wo sie die Führung „vom Knappen zum Ritter“ mitmachten. Heute steht ein Besuch des Freilichtmuseums in Hagen auf dem Programm. Morgen und übermorgen gestalten die Kinder ihre eigene Museumsbox. Diese Aktion steht unter dem Motto „Was aus meinem Leben ist so wichtig und bedeutend, dass man es in einer Ausstellung für Menschen in der Zukunft zeigen sollte.“ Am Freitag präsentieren sie die Ergebnisse bei einer Vernissage mit Rede und Einführung.

Die „MuseobilBOX“ ist ein Projekt des Bundesverbandes Museumspädagogik, das Kindern und Jugendlichen die Museumslandschaft und die Möglichkeiten des Erlebens von Geschichte und Kultur in Museen näher bringen soll. Es wird im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Die Lüdenscheider Museen möchten auch in den nächsten Jahren daran teilnehmen. Das Förderprogramm ist befristet bis 2017. - gör/juf

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