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Arbeitsplatz statt Umkleidekabine: Space Plus kauft Kaufhaus in der Innenstadt

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Space Plus statt Adler Modemarkt
Ähnlich wie am Standort in Hagen soll‘s bei Space Plus in Lüdenscheid auch aussehen. © Sebastian Schmidt

Der eine geht, der nächste kommt: Wenn der Lüdenscheider Adler-Modemarkt am Samstag, 23. Oktober, für immer seine Türen schließt, steht mit dem Unternehmen Space Plus Store der Kandidat für die Anschlussverwendung des Gebäudes schon in den Startlöchern. Die Firma hat auch schon Nägel mit Köpfen gemacht und die Immobilie an der Schillerstraße 3 gekauft. Das verriet Philipp Fahrig, Vertriebsleiter bei Space Plus.

Von Sebastian Schmidt

Lüdenscheid - Space Plus will dabei in der Bergstadt ein Angebot realisieren, das die Bereitstellung von Büro-Boxen sowie von Lagerflächen unter einem Dach umfasst. Nach entsprechenden Umbauarbeiten ist die Eröffnung der Lüdenscheider Niederlassung laut Philipp Fahrig für Mai 2022 anvisiert.

Den Unternehmens-Standort in Hagen hat Space Plus vor drei Monaten im Stadtteil Haspe in Betrieb genommen. Von Prinzip, Dimension und Erscheinungsbild her soll er dem angepeilten Lüdenscheider Sitz ähneln.

In dem Gebäudekomplex in Haspe, gelegen direkt an der Bundesstraße 7, war einst ein Möbelmarkt ansässig. Daran erinnert nichts mehr. Space Plus hat Fassade und Innenleben markant umgestaltet. In einem Gebäudetrakt sind nun containerartige Klein-Büros untergebracht.

Space Plaus statt Adler Modemarkt
Auch das bisherige Adler-Gebäude an der Schillerstraße soll zum Teil eine schwarze Außenfassade bekommen, auf der dann das Logo von Space Plus weithin sichtbar sein wird. © Cornelius Popovici

Es gibt dabei Boxen mit einem, zwei oder vier Arbeitsplätzen. Insgesamt stehen 30 Plätze mit Stuhl und Schreibtisch sowie ein Besprechungsraum zur Verfügung. So ungefähr soll es auch in Lüdenscheid sein. Als Mieter kommen laut Fahrig etwa Selbstständige, Freiberufler, Digital- und Kreativ-Arbeiter in Betracht. Weil in einigen Boxen mehrere Arbeitsplätze eingerichtet sind, ist auch das sogenannte Co-Working machbar. Bei dieser Option unterstützen sich Büro-Nutzer gegenseitig mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten oder nehmen auch zusammen Projekte in Angriff. Philipp Fahrig: „Wir wollen den Mietern möglichst große Flexibilität bieten.“

Neben Stuhl und Schreibtisch verfügen die einzelnen Arbeitsplätze auch über einen Internetzugang. Mitbringen müssen die Mieter nur ihr eigenes Handwerkszeug - heute in der Regel wohl Laptop, Smartphone, Stift und Papier. Die Mindestmietzeit beträgt eine Woche, nach oben gibt es keine feste Grenze.

In einem anderen Teil des Gebäudes liegen die anmietbaren Lagerflächen. Die kleinsten davon sind Spinte mit einem halben Quadratmeter Fläche. Dann gibt es Lager-Boxen mit bis zu 20 Quadratmetern Platz. Und bei Bedarf auch noch größere Kapazitäten. Zielgruppe sind private wie gewerbliche Nutzer. Die Worte von Fahrig: „Das kann ein Handwerker sein, der sein Material unterbringen will, oder auch jemand, der während seines Umzugs Sachen zwischenlagern muss.“

Philipp Fahrig Space Plus Kleinbüros Adler Modemarkt
Arbeiten auf überschaubarem Raum: Philipp Fahrig, Vertriebsleiter bei Space Plus, zeigt die Büro-Welten des Unternehmens. Interessenten können Boxen für eine, zwei oder vier Personen anmieten. © Sebastian Schmidt

Büros wie Lagerräume sind für die Mieter von früh morgens bis in die Abendstunden zugänglich, allerdings nicht nachts. Ermöglicht wird der Zutritt digital über eine App.

Kann ein derartiges Geschäftsmodell - ergänzt voraussichtlich noch durch ein kleines Café - auch in einer Mittelstadt wie Lüdenscheid funktionieren? Ja, glaubt Philipp Fahrig: „Lüdenscheid ist ein starker Wirtschaftsstandort. Ebenso wie das Umland.“

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