Sozialwerk St. Georg: Richtfest am 6. März

Leiter Thorsten Garske

LÜDENSCHEID ▪ Die Nachbarschaft und die beteiligten Handwerker sind am 6. März zum Richtfest am Neubau des Sozialwerks St. Georg an der Kölner Straße eingeladen. „Uns ist eine größtmögliche Transparenz wichtig“, sagt Einrichtungsleiter Thorsten Garske.

Der 43-jährige Betriebswirtschaftler und Heilerziehungspfleger leitet auch den Wohnverbund Arnsberg und die Einrichtung in Kierspe, die es beide bereits seit fünf Jahren gibt. „Es handelt sich bei unseren Angeboten um Eingliederungshilfen. Wir sind eine klassische Übergangseinrichtung, die den Menschen mit Persönlichkeitsstörungen und psychischen Störungen mit Verhaltensauffälligkeiten in einem stark geschützten Bereich wieder Strukturen vermittelt.“ Dabei setzt das Sozialwerk St. Georg, das mehr als 50 Einrichtungen und Dienste in Nordrhein-Westfalen unterhält, auf kleine Wohneinheiten in der Stadt und nicht am Rande. „Es geht um Menschen, die um uns herum leben“, sagt Thorsten Garske, der auch eine zusätzliche Qualifizierung als Quartiersmanager gemacht hat.

Im Märkischen Kreis gebe es eine rege Nachfrage, deshalb werden in der Einrichtung an der Kölner Straße vorrangig Menschen aus der Region aufgenommen. Wie berichtet, entsteht auf drei Ebenen ein Wohnhaus für 24 junge Menschen, denen, betreut durch fachlich geschulte und persönliche Assistenten, wieder eine feste Tagesstruktur vermittelt werden soll. „Sie müssen wieder Schlüsselqualifikationen erlernen, die durch ihre psychische Erkrankungen verschüttet worden sind. Wenn sie das geschafft haben, wenn sie wieder Absprachefähigkeiten entwickelt haben, sich an Abläufe halten, werden sie wieder entlassen. Benötigen sie noch eine ambulante Betreuung, stehen wir ebenfalls zur Verfügung“, beschreibt Thorsten Garske den Ablauf. „Die einen brauchen mehr Zeit, die anderen weniger. Es gibt daher einen ständigen Wechsel unserer Klienten.“

Letztlich gehe es darum, den jungen Erwachsenen – im Schnitt sind sie zwischen 20 und 35 Jahre – Hilfen für mehr Selbstbestimmung und Unabhängigkeit zu geben und sie auch wieder ins Arbeitsleben zu integrieren.

Dabei lege das Sozialwerk St. Georg großen Wert auf gute Nachbarschaft.

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