Sozialverband führungslos - Keine Nachfolge-Lösung

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Künftig nicht mehr dienstbereit: der bisherige Lüdenscheider SoVD-Vorstand um Vormann Klaus Cyfka (rechts).

LÜDENSCHEID -  Der Sozialverband Deutschland (SoVD) steckt auf Lüdenscheider Ebene in einer Krise. Das kristallisierte sich bei der Jahreshauptversammlung des Bergstädter Ortsverbands der Organisation am Samstag relativ rasch heraus.

Der Grund für die unsichere Situation: Nachdem der alte Vorstand um den bisherigen Vorsitzenden Klaus Cyfka komplett nicht mehr zur Wiederwahl antrat, stellte sich niemand für die Nachfolge zur Verfügung.

Dabei hatten Klaus Seeling, bis dato 2. Ortsverbands-Vorsitzender, und Karl Schröder vom SoVD-Kreisverband an diesem Nachmittag intensiv um frisches Personal geworben. Doch vergeblich.

Konsequenz der misslichen Lage: Der Lüdenscheider Sozialverband steht ohne Führung da, kommissarisch übernimmt nun der Kreisverband die Verwaltung. In circa acht Wochen soll bei einer weiteren Mitgliederversammlung der nächste Versuch unternommen werden, einen neuen Vorstand zu bilden.

Für Klaus Seeling ist die Entwicklung dabei wohl keine Überraschung. Im LN-Gespräch berichtete er zwar von stabilen Mitgliederzahlen des Sozialverbandes in Lüdenscheid. So gehören dem Verband in der Bergstadt aktuell mehr als 300 Männer und Frauen an. Tendenz steigend. Dennoch hapert es laut Seeling bei der Aktivität.

Das zeigte sich auch bei der Jahreshauptversammlung. Zu der waren lediglich rund 30 Akteure im Nattenberg-Restaurant erschienen – angesichts der recht hohen Mitgliederzahl nicht eben eine üppige Resonanz.

Weiteres Indiz für die grassierende Passivität vieler: Im vorigen Jahr konnte nur eine der angepeilten Tagesfahrten realisiert werden. Alle anderen Touren mussten aufgrund mangelnden Interesses abgesagt werden. Auch die SoVD-Monatstreffen gelten inzwischen als ausgesprochen schwach besucht. Und Wege aus der Krise sind derzeit nicht erkennbar.

Dabei gibt es auch für den Lüdenscheider Ortsverband des Sozialverbands im Alltagsgeschäft eingedenk der gesellschaftlichen Wirklichkeit genug zu tun. Schließlich gehören zur SoVD-Klientel in Deutschland Millionen Rentner, Behinderte, chronisch Kranke, Sozialhilfeemphänger und weitere sozial Bedrängte.

In anderen Ortsverbänden herrsche dann auch starke Betriebsamkeit, urteilt Klaus Seeling. „Nur in Lüdenscheid seltsamerweise nicht.“ - dt

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