"Soziale Qualität": FDP-Vorsitzender Christian Lindner im Brauhaus

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Für eine Diskussion mit den Besuchern verließ Christian Lindner schließlich die Außen-Treppe des Brauhauses Schillerbad und mischte sich unter die Menge. Bezahlbarer Wohnraum war ebenso Thema wie die Politik Donald Trumps.

Lüdenscheid - Christian Lindner, FDP-Spitzenkandidat zur Bundestagswahl, war am Donnerstagabend als Redner im Brauhaus Schillerbad zu Gast.

Keine übliche Wahlkampfrede, sondern ein Gespräch über die Dinge, die ihm wichtig seien: Christian Lindner, FDP-Vorsitzender und Spitzenkandidat zur Bundestagswahl, sprach am Donnerstagabend im Biergarten des Brauhauses Schillerbad in Lüdenscheid vor zahlreichen Besuchern. 

Mit dabei waren die FDP-Bundestagskandidaten Johannes Vogel (Wahlkreis 149) und Michael Schulte (Wahlkreis 150), die sich im Rahmen der Veranstaltung vorstellten.

Johannes Vogel (rechts) und Michael Schulte (Mitte) stellten sich als FDP-Bundestagskandidaten der Wahlkreise 149 und 150 vor.

„Ich will Ihnen nicht das Wahlprogramm der FDP erzählen – das können Sie ja selber nachlesen“, bemerkte Lindner zu Beginn seines Besuchs. Vielmehr sei es an der Zeit, die aktuellen Themen anzusprechen, die wirklich bewegten: „Da wäre zum Beispiel Barcelona. Mich hat beeindruckt, dass sich die Menschen dort nicht vom Terror haben einschüchtern lassen“, betonte der FDP-Vorsitzende. 

Dennoch müsse die Gesellschaft aufpassen, ihre Toleranz und Liberalität nicht zu verlieren. Absoluten Schutz gegen den Terror gebe es nicht, allerdings müsse der Staat alles Menschenmögliche dagegen tun. 

"Haftung gehört zur Marktwirtschaft dazu"

Ein deutliches Raunen ging beim Thema Erdogan durch die Menge. Lindner: „Die Türkei passt nicht zur europäischen Wertegemeinschaft.“ Er erklärte, dass damit betont nicht die türkische Bevölkerung gemeint sei, sondern allein die Politik ihres Präsidenten. 

Zuletzt sprach Lindner noch die Themen Diesel und Sozialstaat kritisch an und erntete Applaus für seine deutliche Meinungsäußerung. „Die Diesel-Fahrer wissen nicht, wie ihnen geschieht“, sagte er, und: „Haftung gehört zur Marktwirtschaft dazu.“ 

"Das ist Rente ab Geburt"

Außerdem müsse der Sozialstaat verbessert werden, eine Leistungsgerechtigkeit gebe es nicht. Gegen das bedingungslose Grundeinkommen allerdings sprach sich der FDP-Spitzenkandidat deutlich aus: „Das ist Rente ab Geburt.“ 

Stattdessen müsse den Menschen ein zweites Bildungssystem geöffnet werden. Die Digitalisierung bringe Veränderungen mit sich – auf diese müsse die Politik reagieren. „Keine Biografie darf eine Sackgasse werden“, sagte Lindner. Neue Möglichkeiten zu schaffen, „das ist die soziale Qualität“. 

Zu Wort kamen schließlich auch die Besucher: Abschließend stellte sich Lindner ihren Fragen und Anregungen zu politischen Themen.

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