25 Jahre: Traude Rittinghaus feiert Betriebsjubiläum

Traude Rittinghaus feiert 25-jähriges Betriebsjubiläum im Amalie-Sieveking-Haus.

LÜDENSCHEID ▪ „Wenn ich noch einmal anfangen könnte, würde ich von Beginn an mit Erwachsenen arbeiten“, sagt Traude Rittinghaus und unterstreicht damit, wie sehr sie in ihrer Arbeit als Leiterin des Wohnheims für Frauen und Männer im Amalie-Sieveking aufgeht. Am Mittwoch feierte sie ihr 25-jähriges Betriebsjubiläum.

Vom achtköpfigen Team gab’s gleich am frühen Morgen einen Blumenstrauß, der sogar bestens zur Kleidung passte. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft“, betont die 57-Jährige. Verwaltung, Hauswirtschaft und Sozialarbeit sind die drei Säulen, auf denen die Hilfe für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten aufbaut.

Nach ihrem Abschluss als Diplom-Sozialarbeiterin an der Fachhochschule Dortmund absolvierte die gebürtige Plettenbergerin mehrere Praktika, um dann elf Jahre im Erziehungsheim Haus Berentrop in Neuenrade zu arbeiten. Schwerpunkte waren die Freiwillige Erziehungshilfe und die Fürsorgeerziehung. 1987 begann sie als Sozialarbeiterin in der „Herberge zur Heimat“, später Amalie-Sieveking-Haus des evangelischen Perthes-Werkes. Von 1992 bis 2010 war sie Vertreterin des Einrichtungsleiters Hans-Peter Osterkamp für das gesamte Haus und wirkte maßgeblich dabei mit, das Heim für wohnungslose Männer zu gründen. Als Qualitätsbeauftragte setzte sie die Zertifizierung um und baute unter anderem einen Ehrenamtskreis auf.

2010 übernahm Traude Rittinghaus als Leiterin das Wohnhaus, das inzwischen auch Frauen aufnimmt. „Der Start der Umstrukturierung war zunächst schwierig, aber heute kann ich sagen: Das ist es – damit komm’ ich klar!“

Anderen Menschen Halt zu geben, sie wieder aufzubauen – durch Handeln und nicht durch Reden Christ zu sein, das ist ihr Credo. Für ihre nicht immer leichte Aufgabe geben Traude Rittinghaus wiederum ihr Freundeskreis, ihre Familie und ihr Glaube Halt. „In unserer Familie hat das soziale Gefüge immer gepasst“, sagt die mittlere von fünf Schwestern. Halt gibt ihr auch ihre Gemeinde in Werdohl, wo sie Presbyterin ist. In der Freizeit stehen Singen, Lesen – gerade Krimis –, Gesellschaftsspiele und Kickern ganz hoch im Kurs, um Kraft zu tanken fürs „Helfen mit Herz“.

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