Sozialarbeit an der Friedensschule ein Erfolg

Annika Sattler (Mitte) informierte die Gäste über ihre Schulsozialarbeit an der Friedensschule.

LÜDENSCHEID ▪ Schulleiterin Annette Schmidt-Kob strahlte gestern über das ganze Gesicht: „Die Schulsozialarbeit ist ein Segen für uns und hat sich zu einem Erfolgsschlager entwickelt. Ich bin richtig froh darüber.“ Das freute besonders Annika Sattler. Die Diplom-Sozialpädagogin hat im März dieses Jahres als Schulsozialarbeiterin an der Friedensschule begonnen und ein schon vorhandenes Konzept erweitert und mit Leben gefüllt.

Wie das genau aussieht im Schulalltag, erfuhren am Freitag Wolfgang Struwe (Stadtwerke), Susanne Padberg (Persona Service) sowie Bürgermeister Dieter Dzewas. Dank der Zuschüsse durch die Stadt – 14 000 Euro – und der beiden Sponsoren in Höhe von jeweils 10 000 Euro konnte Anika Sattler die Sozialarbeit mit einer 30-Stunden-Stelle angehen und hat bereits viel bewegt. Das wird sie auch weiterhin tun können. Denn für die nächsten gut zwei Jahre wird die Stelle über die vom Land zur Verfügung gestellten Mittel für Schulsozialarbeit finanziert. „Wir haben im Schulausschuss grünes Licht gegeben, dass eine der 3,5 Stellen für die Schulsozialarbeit an der Friedensschule zur Verfügung gestellt wird“, erklärte Ausschussvorsitzender Jens Voß.

Ein wenig müsse man das Konzept verändern, betonte Gabi Polle, Leiterin des SOS-Kinderdorfes, das Träger des offenen Ganztags an der Schule ist. Denn die Sozialarbeiter sollen auch dafür sorgen, dass die Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabegesetz von den betroffenen Hartz- IV-Empfängern abgerufen werden. „Bis jetzt haben das nur gut 50 Prozent der möglichen Empfänger getan“, sagte Dieter Dzewas.

Keine Frage, dass Annika Sattler auch diese Aufgabe meistern wird, denn alle Gäste zeigten sich gestern beeindruckt davon, was sie in den vergangenen zehn Monaten bereits auf die Beine gestellt hat. Einerseits dient die Schulsozialarbeit als Gelenkstelle zwischen Schule und außerschulischen Einrichtungen wie dem Kinderschutzzentrum, dem schulpsychologischen Dienst oder dem Jugendamt. Hinzu kommen Schüler- und Elternsprechstunden, auch mit den Lehrern, wenn dies gewünscht wird. Im extra geschaffenen Elterncafe können sich ein Mal im Monat Eltern austauschen: „Damit wird der Kontakt zur Schule intensiviert“, sagt Annika Sattler, die weiterhin das Streitschlichterprogramm betreut und über eine Fortbildung nun auch Lösungen gegegen Mobbing parat hat. „Mit ihrer Arbeit entlastet sie auch die unterrichtenden Kollegen“, fügte Schmidt-Kob hinzu. Die Zusammenarbeit mit dem Kollegium sei toll, gab Sattler das Lob zurück. Erste Früchte der Arbeit hörten die Gäste gestern: Die Gitarrenklasse spielte zwei Lieder, begleitet von Sängerinnen und Sängern der Klassen 1 bis 3

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