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Sorge um Unternehmen im MK: Demo am 29. Oktober soll Druck auf Ampelverhandlungen machen

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Mai-Kundgebung des DGB und Familienfest
Symbolbild © Kerstin Zacharias

Hohe Gehälter und Arbeitsplatzsicherheit: Deutschland soll ein sozial-ökologisches Industrieland werden. Auch in Lüdenscheid möchte die IG-Metall ihre Forderungen verkünden.

Lüdenscheid – „Deutschland hat gewählt. Die Parteien verhandeln nun über eine neue Regierung und damit über die Politik der kommenden Jahre – mit Auswirkungen, die über dieses Jahrzehnt hinausgehen“, heißt es in einer Mitteilung der IG Metall. Die Gewerkschaft nimmt dies zum Anlass, bundesweit zu einem dezentralen Aktionstag aufzurufen. Am Freitag, 29. Oktober, demonstrieren die Metallerinnen und Metaller in Deutschland unter dem Motto „Fairwandel“ dafür, dass Deutschland ein sozial-ökologisches Industrieland wird.

Lüdenscheid einer von vier NRW-Standorten

In Nordrhein-Westfalen finden an diesem Tag vier Kundgebungen statt. Neben Köln, Duisburg und Bielefeld ist laut IG Metall auch Lüdenscheid als Veranstaltungsort vorgesehen. Die Demonstration soll um 11 Uhr auf dem Schützenplatz am Loh beginnen. Als Hauptrednerin werde Irene Schulz, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der IG Metall in Frankfurt, erwartet. Der Veranstaltungsort in Lüdenscheid ist für die IG Metall von historischer Bedeutung, denn in der Schützenhalle wurde sie auf dem Vereinigungsverbandstag 1948 gegründet.

„Wir müssen nun von der Vergangenheit die Brücke in die Zukunft schlagen“, erklärt Torsten Kasubke, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Märkischer Kreis. „Der ökologische Wandel kann nur gelingen, wenn er unter den Bedingungen stattfindet, die wir zum Teil mit Zukunftstarifverträgen in der Industrie organisieren – zum Beispiel mit guten Gehältern, angemessenen Arbeitszeiten und Arbeitsplatzsicherheit. Aber auch die Politik ist in die Pflicht zu nehmen. Ein Wandel kann nur mit den Arbeitnehmern und deren berechtigten Interessen gemeinsam gelingen. Deswegen wollen wir am 29. Oktober Druck auf die Ampel-Verhandlungen in Berlin machen.“

Fabian Ferber, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Märkischer Kreis, ergänzt: „Wir leben in einer Industrieregion im Grünen. Wir müssen Industrieregion bleiben, damit auch künftige Generationen sich hier ein schönes Leben leisten können. Darum muss der Wandel von der ‚Industrieregion im Grünen‘ zur ‚grünen Industrieregion‘ mit zukunftsträchtigen Arbeitsplätzen gelingen. Dafür müssen Politik und Wirtschaft die Weichen stellen, qualifizieren und in die Zukunft investieren. Wir wollen den sozial-ökologischen Wandel.“ Die IG Metall lädt alle Unterstützerinnen und Unterstützer zur Teilnahme an der Kundgebung ein.

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