Bekennender Afrika-Fan

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Eva Lind möchte mit ihren Gästen musikalisch um die Welt reisen.

Lüdenscheid - Fragt man Eva Lind nach Musik, die sie privat gerne hört, kommt unweigerlich das, was viele Sänger eint: Am liebsten mag sie’s still um sich herum. Und wenn doch Musik im eigenen Reich, dann Klassik, vielleicht noch ein bisschen Celine Dion. Am Samstag, 14. März, gastiert die österreichische Sopranistin gemeinsam mit ihrem Pianisten Andreas Kowalewitz ab 19.30 Uhr im Kulturhaus.

Von Jutta Rudewig

Sie hat mit den ganz Großen gemeinsam auf der Bühne gestanden, mit José Carreras, Luciano Pavarotti oder Placido Domingo. Heute gehört die in Innsbruck geborene Sopranistin zu den wenigen ganz großen Stimmen, die es verstehen, sowohl in der ernsten Musik als auch in der Unterhaltungsmusik zu bestehen. Ihr Schwerpunkt ist die Opernbühne, aber auch Lied- und Konzertabende und nicht zuletzt TV-Auftritte gehören zu ihrem Geschäft.

„Den Andreas kenn ich schon lang“, plaudert Eva Lind im LN-Gespräch über das Programm, das sie mit nach Lüdenscheid bringen wird, „wir haben im letzten Jahr in Österreich mit dem Programm Erfahrungen gesammelt.“ 80 Lieder in zwei Stunden – das ist es, was die Gäste am Abend des 14. März im Kulturhaus erwartet. Eine Weltreise ohne Jetlag und ohne Stress: „Das sind Medleys“, macht die Sopranistin Appetit. „Ein bisschen Mozart, ein bisschen Schubert. Aber auch Pop wie Abba und Musik der Comedian Harmonists. Lieder aus Russland, aus Australien, aus Afrika“, umreißt sie das Programm, „und dazwischen erzähl ich was.“

Reisen gehört zu dem, was die Sopranistin am liebsten tut. Sie sei bekennender Afrika-Fan, sagt sie, und seit Jahren als Botschafterin für die Hilfsorganisation Care unterwegs in den ärmsten Regionen der Welt: „Ich will da Gutes tun. Ich finde das toll, was Care da macht. Wir versuchen, dort das Leben zu lehren, Courage zum Beispiel oder den Umgang mit Geld. Ich war schon oft in Afrika, um Hilfsprojekte zu unterstützen. Meine erste Projektreise für Care führte mich im November 2014 nach Burundi. Ich war zutiefst berührt, wie den Jugendlichen in den Projekten von Kanyosha, Kamesa und Gitega eine ganz neue Lebensperspektive gegeben werden kann.“

Lüdenscheid selbst kennt Eva Lind: „Da gibt’s gegenüber vom Kulturhaus so ein nettes Lokal. Ich komm an dem Samstag von einem Auftritt aus Dreieich bei Frankfurt. Zwischen den Proben hat man immer mal Zeit, durch die Stadt zu bummeln. Das mach ich total gerne.“

Sollte also jemand am Nachmittag des 14. März durch die Wilhelmstraße bummeln, eine der gefragtesten Lied- und Konzertsängerinnen des Landes sehen und sich fragen: „Das ist doch...?“ Stimmt, sie ist es wirklich.

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