Sonnenstrom aus 286 Quellen bei der Sparkasse

Sie setzen auf die Sonne: die Vorstände Klaus Erger (links) und Udo Lütteken auf dem zugigen Sparkassen-Dach: 286 Photovoltaik-Module wurden allein in Lüdenscheid montiert, in Halver kamen noch einmal 132 hinzu. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Mit einer großen Photovoltaik-Anlage für 125 000 Euro will die Sparkasse Lüdenscheid zum Klimaschutz beitragen. Die jetzt montierten 286 Module auf den Flachdächern der Hauptstelle an der Jockuschstraße können nach Angaben des Instituts 14 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen.

Hinzu kommt eine etwa halb so große Anlage mit 132 Modulen in Halver, die ebenfalls bereits arbeitet.

Beide Photovoltaik-Anlagen sollen künftig zusammen rund 70 000 Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr erzeugen. Damit kann der durchschnittliche Jahresverbrauch von knapp 20 Haushalten gedeckt werden.

Auf einer Tafel im Eingangsbereich zum Parkhaus an der Jockuschstraße werden immer aktuell der gewonnene Strom und die eingesparte Menge des Treibhausgases Kohlendioxid angezeigt. Für Kenner lautet die Messgröße der Leistungsfähigkeit einer solchen Anlage Kilowatt/Peak – und die liegt in Lüdenscheid bei 65,78. Eine vergleichbare Tafel im Kundenbereich der Sparkasse in Halver zeigt die dort gewonnene Strommenge an, hier liegt die Leistung bei 30,36 kW/p.

Zusätzlich kommt ab März 2012 echter Öko-Strom aus den Steckdosen in der Sparkasse Lüdenscheid, erklärten die Direktoren Udo Lütteken und Klaus Erger gestern bei der Vorstellung der Solaranlage auf dem Sparkassendach. Lütteken: „Die durch den Mehrpreis erzielten Einnahmen werden laut dem Stromlieferanten, den Regularien des Gütesiegels folgend, zweckgebunden zur Förderung des Neubaus von regenerativen Erzeugungsanlagen verwendet.“

Fast noch wichtiger sei es indes für die Sparkasse, ihren eigenen Stromverbrauch zu senken. Mit verschiedenen Maßnahmen sei es gelungen, diesen Verbrauch in den letzten fünf Jahren um mehr als ein Viertel zu senken, betonte Udo Lütteken.

In Zukunft wolle man aber noch bessere Werte erreichen. Dafür soll die Optimierung der Heiz- und Lüftungstechnik ebenso sorgen wie die nach und nach erfolgende Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technik in den kommenden Jahren, erläuterte Klaus Erger.

Beide Sparkassendirektoren unterstrichen, dass die Nachhaltigkeit in ihrem Institut einen hohen Stellenwert besitze. Das zeige sich sowohl im ProKlima-Sparkassenbrief zur Förderung von alternativer Energiegewinnung als auch bei den Maßnahmen zur Stromeinsparung und den jetzt in Betrieb genommenen eigenen Photovoltaik-Anlagen. All das trage zur Verbesserung des Klimas bei.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare