Sommerpause ermöglicht Arbeit hinter den Kulissen

+
Der Platz des Bühnentechnikers wird umgestaltet, um besser in das Geschehen eingebunden zu sein. Thomas Biedebach (links) und Reinhard Meyer nutzen die Sommerpause, um lange geplante Optimierungen der Technik vorzunehmen. Ganz links in der Ecke ist der Platz für die Brandwache der Feuerwehr.

Lüdenscheid - Das Kulturhaus ist in der Sommerpause – zumindest für das Publikum. Für die Techniker ist das die Zeit, die sie nutzen können, um hinter den Kulissen notwendige Arbeiten zu erledigen, für die während des laufenden Spielbetriebes kein Raum ist.

Nachdem in der jüngeren Vergangenheit unter anderem Brandschutzmaßnahmen den Vorrang hatte, können der technische Leiter Thomas Biedebach und sein Team in diesen Ferien seit langem angestrebte Verbesserungen an der Bühnentechnik vornehmen.

Vieles davon wird den Zuschauern verborgen bleiben, auch wenn die Möglichkeiten zum Beispiel für die Beleuchtung der Bühne deutlich erweitert werden. Ganz aufmerksamen Beobachtern, die regelmäßig das Kulturhaus besuchen, dürften neue Lichtszenarien auffallen, ist Thomas Biedebach überzeugt. Aber das ist nur ein Aspekt, der sich durch den Umbau der Portaltürme und die Umrüstung der Panoramazüge an den Seiten der Bühne ergibt. Vor allem geht es darum, die Arbeitsabläufe für die Bühnentechniker zu optimieren, die Bedingungen für Schauspieler und andere Akteure zu verbessern – beides verbunden sowohl mit mehr Sicherheit als auch mit mehr Komfort.

Von der Bühne aus gesehen links haben die Techniker ihren Platz, für die Zuschauer verborgen in eben einem der Portaltürme, und steuern von dort zum Beispiel das Licht für die Inszenierungen. Verborgen werden sie weiterhin bleiben, aber durch den Einbau eines Sichtfensters bekommen die Bühnentechniker einen viel besseren Überblick auf das Geschehen auf der Bühne – auch im Hinblick auf den Feuerschutzvorhang, der im Notfall heruntergelassen werden muss, um den Zuschauerraum abzutrennen. Außerdem werden Scheinwerfer versetzt, damit der vordere Bereich der Bühne anders beleuchtet werden kann.

Gemeinsam mit Reinhard Meyer legt Thomas Biedebach in dieser Woche selbst Hand an, um den altbekannten Arbeitsplatz des Bühnentechnikers neu zu gestalten und optimal auf die Anforderungen der Arbeit abzustimmen. Denn gerade wenn es um Anschlüsse und Verkabelung geht, ist es wichtig, zu wissen, was wo liegt und welches Kabel wofür ist. Das geben die Fachleute des Hauses ungern aus der Hand. Für andere Arbeiten, wie das Aufhängen neuer Kabeltrommeln, war eine Fachfirma für Bühnenaufbauten im Boot.

Nicht nur für die heimischen Techniker, auch für die auftretenden Ensembles sollen sich durch Änderungen und Umbauten viele Vorteile ergeben, erklärt Biedebach. Angefangen mit einem Platz für einen Souffleur im rechten Portalturm, über weniger Stolperfallen in Durchgängen zum Bühnenbild bis hin zu den erweiterten technischen Möglichkeiten, Szenen auszustatten. Das ergibt sich zum Beispiel durch besagte Kabeltrommeln und eine Verstärkung der Panoramazüge. Dieses Maßnahme soll unter anderem die Beleuchtung hinter dem Bühnenbild verbessern, sowohl was die Vielfalt der Lichtszenarien angeht, als auch die Sicherheit: Stolperfallen durch Kabel für Standscheinwerfer entfallen. - Von Bettina Görlitzer

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare