Sommerhitze steigert Wasserverbrauch

LÜDENSCHEID ▪ Die Sommerhitze der vergangenen Wochen hat bei den Lüdenscheidern Mineralwasser zum absoluten Lieblingsgetränk werden lassen. Eine exemplarische Umfrage bei einigen Getränkehändlern in der Stadt hat dies bestätigt. Lieferschwierigkeiten bei dem begehrten Durstlöscher gebe es in der Regel noch nicht, höchstens bei einigen Marken. Allerdings seien einige Quellen dazu übergegangen bei Mehrwegflaschen neue Lieferungen nur gegen eine entsprechende Menge Leergut vorzunehmen, berichtet zum Beispiel Rolf Linnepe, Mitinhaber von Getränke Linnepe.

Er appelliert daher an die Haushalte, gerade dann, wenn sie Getränke in größeren Mengen gekauft hätten, mit der Rückgabe der Pfandflaschen nicht zu warten, bis alle Kästen leer seien. Neben dem extrem hohen Bedarf an Mineralwasser – einige Industriebetriebe seien dazu übergegangen, ihren Angestellten kostenlos Mineralwasser zur Verfügung zu stellen, berichtete Linnepe – sei in seinem Betrieb auch die Nachfrage nach alkoholfreien Erfrischungsgetränken, den so genannten Softdrinks, leicht gestiegen. Die Nachfrage nach Bier sei dagegen konstant.

Auch Gerd Schnettler, Inhaber von Getränke Kintzius, bemerkt eine enorme Nachfrage nach Durstlöschern: „Wir machen den besten Umsatz seit Anfang des Jahres.“ Das habe bereits mit der Fußballweltmeisterschaft angefangen, die den Bierkonsum in die Höhe getrieben habe. Zurzeit würden aber vor allem Mineralwasser, Säfte und Schorlen gekauft. Besonders Apfelschorle und Wasser, das mit Zitrone versetzt ist, seien gefragt. „Die Leute wollen einfach mal einen anderen Geschmack, nicht nur Wasser.“ Bei den günstigeren Anbietern könne es derzeit gelegentlich zu leichten Lieferengpässen kommen, deshalb sei das Lager bei Kintzius gut bestückt, damit die Kunden trotzdem bedient werden können.

Auch bei Bier Schneider bemühe man sich, die Käufer von möglichen Lieferengpässen nichts spüren zu lassen, sagt der stellvertretende Geschäftsführer Oktay Kilic. In dem Großhandel werde so viel gekauft, dass „wir mit der Ware kaum nachkommen.“ Aber das Team gebe sich Mühe, damit die Kunden ihre Auswahl an Mineralwasser und Bier – beides zurzeit stark nachgefragt – weiterhin zur Verfügung haben, „auch wenn es schwierig wird“, so Kilic.

Auch in den Supermärkten mit angeschlossenen Getränkemärkten beziehungsweise großer Getränkeabteilung wird derzeit viel gekauft. Holger Cordes, stellvertretender Marktleiter im Hit-Markt, bemerkte schon seit der WM eine Umsatzsteigerung von 20 bis 25 Prozent, aber inzwischen sei das Bier in den Hintergrund getreten: „Wasser in allen Preislagen“ sei dagegen der Renner. Gleiches gilt im Kaufpark oder beim Toom. Dessen Marktleiter Dieter Muth nennt neben Mineralwasser – das billige gehe besonders gut – und Erfrischungsgetränken Weizenbier als derzeit beliebtes Getränk bei den Kunden.

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