Sommercamp in der Kulturwerkstatt

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Bei Land-Art kommt es vor allem auf die verwendeten Materialien an – sie alle kommen aus der Natur.

LÜDENSCHEID - Wahrhaft himmlisch geht es in diesen Tagen in der Kulturwerkstatt Alte Schule in Oberrahmede zu – denn das Oberthema zum diesjährigen Sommercamp heißt „Engel“. In allen vier Workshops geht es immer wieder, aber nicht nur, um das, was die Teilnehmer mit Engeln verbinden. Es werden Bilder mit Engeln gemalt, Figuren gebastelt, Lieder komponiert – und die Theatergruppe denkt sich dazu Szenen aus.

Wer sich für die Arbeit der Kulturwerkstatt interessiert, darf gespannt sein, welche Ergebnisse ihrer Arbeit die Teilnehmer des Sommercamps am Donnerstag zeigen. Um 16.30 Uhr beginnt die Präsentation, zu der alle Interessierten eingeladen sind, auf dem Gelände der Alten Schule an der Altenaer Straße.

Seit mehr als eine Woche rauchen jeden Tag die kreativen Köpfe. Im Musikworkshop mit Ralf Franke haben die Teilnehmer einen eigenen Song komponiert, der morgen seine Premiere feiern soll. Außerdem darf man gespannt sein, was sich hinter einem „Trommelkampftanz“ verbirgt. Die Theatergruppe improvisiert rund um das Thema Engel. Am Dienstag machten einige der Kinder und Jugendlichen aus der Gruppe in der Innenstadt Station und versuchten mit pantomimischen Darstellungen auf dem Sternplatz und auf der Wilhelmstraße auf ihr Projekt aufmerksam zu machen. Dabei stellten sie fest, dass es gar nicht so einfach ist, ohne Kostüm und Requisiten als Künstler wahrgenommen zu werden.

Das Thema Engel findet sich auch in den künstlerischen Arbeiter des Mal- und des Land-Art-Workshops. Zaunlatten, bunt bemalt mit fantasievollen Geschöpfen, oder illustre Figuren aus Materialien, die im Wald gefunden wurden, sind bereits entstanden. Große, verzweigte Äste dienen dabei als Körper. Aber es drehte sich nicht alles um Engel, auch wenn eine ganze Reihe von niedlichen „Engelwaldstübchen“ in Schuhkartons gestaltet wurden. Waldmarionetten aus Blättern und Zapfen gibt es ebenso zu bestaunen wie Flaschen gefüllt mit buntem Sand, der selbst mit Kreide gefärbt wurde.

Thomas Wewers, Leiter der Kulturwerkstatt freut sich über die große Resonanz beim Sommercamp: Rund 40 Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen – vorwiegend Bewohner des Johannes-Busch-Hauses – nehmen inzwischen täglich an den Workshops teil. Hinzu kommen zwölf Betreuer, die die Workshops leiten, Fahrdienste übernehmen und für die Verpflegung sorgen. - Von Bettina Görlitzer

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