Erste Hol- und Bringzone am Bierbaum eingerichtet

So soll die Sicherheit an einer Lüdenscheider Grundschule erhöht werden

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Am Bierbaum wurde in den Herbstferien die erste Hol- und Bringzone für „Elterntaxis“ eingerichtet, um die Verkehrssituation vor der Grundschule zu entschärfen.

Lüdenscheid – Es ist ein allgemeines Problem an Lüdenscheider Grundschulen: Vor dem Schulbeginn staut sich der Verkehr vor den Zugängen, weil viele Eltern ihre Schützlinge so nah wie möglich an den Eingang fahren möchten. Um die Gefahrensituation zu entschärfen, wurde an der Grundschule Bierbaum nun eine Hol- und Bringzone eingerichtet. 

Das Bild ist an vielen Schulen im Stadtgebiet ein ähnliches: Anhalten, Aussteigen, Rangieren, Wenden  wenn Eltern ihre Kinder zur Schule fahren oder wieder abholen, kommt es nicht selten zu gefährlichen Situationen. Denn viele möchten einfach so nah wie möglich an die Einrichtung heranfahren. 

Grund genug für das Team der Grundschule Bierbaum, nach einer Lösung zu suchen, um die Situation zu entschärfen. Mit Hilfe der Stadtverwaltung ist dies nun gelungen: Am Bierbaum wurde eine sogenannte Hol- und Bringzone für Eltern eingerichtet. 

Seit den Herbstferien stehen die beiden „Haltestellen“-Schilder vor der Apostelkirche, in Verlängerung der Bushaltestelle. „Stop – ab hier zu Fuß“ heißt es dort in bunten Farben, wenngleich die Botschaft einen ernsten Hintergrund hat: Eltern werden gebeten, eben an dieser Stelle rechts ranzufahren und ihre Kinder auf der Beifahrerseite rauszulassen. Während die Grundschüler ohne Straßenquerung sicher bis zur Schule laufen, können die Eltern nach links um die kleine Grünzone vor der ehemaligen Bierbaumer Gaststätte zurückfahren – ohne kompliziertes Wendemanöver.

„Ich bin ganz begeistert, wie schnell die Stadt unser Anliegen aufgenommen und umgesetzt hat“, freute sich Schulleiterin Gabriele Busch. Nach einer Ortsbegehung mit dem zuständigen Fachdienst sowie der Polizei seien verschiedene Konzepte diskutiert worden. 

Am Ende entschied man sich für die Hol- und Bringzone, da an der Kirchstraße nicht zuletzt auch die infrastrukturellen Voraussetzungen stimmten, wie auch Stadtsprecher Sven Prillwitz auf Anfrage erläuterte. Demnach wollte man in Zukunft verstärkt den Fokus auf die Schulwegsicherung im gesamten Stadtgebiet richten – angefangen wurde dabei mit den Grundschulen Bierbaum und Wehberg. 

„Bislang haben wir noch keine Erfahrungswerte mit Hol- und Bringzonen, deshalb werden wir die Ergebnisse in den kommenden Monaten auswerten und mit in die weiteren Planungen nehmen.“ Denn:Auch andere Grundschulen haben sich bereits intensiv mit dem Thema „Schulweg“ auseinandergesetzt. 

 So veranstaltete beispielsweise die Grundschule Lösenbach bereits zweimal das Projekt „Lösenbach läuft“, bei dem die Kinder den Schulweg zu Fuß bewältigen. Und: Im Rahmen eines Mobilitätskonzepts wollte man sich ebenfalls um die Einrichtung einer Hol- und Bringzone bemühen. 

Während die „Elternhaltestelle“ im Süden der Stadt bislang eine Premiere ist, gibt es für beide genannten Schulen bereits Orientierungshilfen beim Finden eines sicheren Schulwegs – und zwar auf der Homepage der Stadt. Dabei erhalten Eltern beider Schulen Hinweise, wo Gefahrenstellen lauern und welcher Weg aus Sicht der Verantwortlichen den meisten Sinn macht. „Auch diese Art der Schulwegsicherung möchten wir sukzessive auf alle Schulen ausweiten“, erläutert Prillwitz weiter. 

Auch wenn die Eltern rund um den Bierbaum bislang ausschließlich über die Homepage der Schule über die Einrichtung der neuen Hol- und Bringzone informiert wurden, so konnten Gabriele Busch und ihr Team in den vergangenen Tagen bereits viele beobachten, die sie genutzt haben. 

„Wir haben natürlich mit unseren Schülern darüber gesprochen, sind die Strecke abgegangen und haben ihnen die Hol- und Bringzone erklärt. Und der Sinn und Zweck scheint bei vielen bereits angekommen zu sein. Die Zone wird genutzt – und das freut uns natürlich sehr.“

Hinweise für den sicheren Schulweg finden Interessierte auf der Homepage der Stadt Lüdenscheid.

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