RSA soll aus der Insolvenz wieder „in sichere Hände“

Die Arbeit läuft, und es gibt Aussichten auf einen neuen Eigentümer: der Maschinenbauer RSA am Freisenberg.

LÜDENSCHEID - Die Lüdenscheider Firma RSA Entgrat- und Trennsysteme GmbH & Co. KG ist nach drei Monaten wegen gutachterlich festgestellter Zahlungsunfähigkeit vom vorläufigen ins eigentliche Insolvenzverfahren übergegangen. Mit dem 30. Juni hielt Rechtsanwalt Achim Thomas Thiele als Gutachter und Insolvenzverwalter exakt die Frist ein, in der rund 80 Beschäftigte am Freisenberg ihr Insolvenzausfallgeld von der Bundesanstalt für Arbeit erhielten. Jetzt werden sie aus der Insolvenzmasse bezahlt, wie Thiele der Belegschaft auf einer Betriebsversammlung in der letzten Woche erläuterte.

Denn die Arbeit beim Maschinenbauer läuft angesichts einer insgesamt zufriedenstellenden Auftragslage unvermindert weiter, wie Thiele auf LN-Anfrage erklärte. Es habe am Freisenberg bisher weder Entlassungen noch Freistellungen gegeben. Das Unternehmen könne er gemeinsam mit den beiden Geschäftsführern Rainer Eschmann und Hartwig Hiestermann fortführen.

Zugleich stehe er in aussichtsreichen Verhandlungen mit mehreren Kauf-Interessenten. Nach den Worten Thieles könnte es durchaus sein, dass schon die nächste Gläubigerversammlung am 25. August über einen Verkauf des Unternehmens entscheiden kann – sicher sei das aber noch nicht. Klare Zielrichtung sei in jedem Fall ein Kaufvertrag mit einem Erwerber. „Wir wollen, dass der Betrieb in sichere Hände kommt.“ Um wen es sich bei den Interessenten handelt und wie viele es genau sind, ließ der Dortmunder Rechtsanwalt offen.

Wie berichtet, war RSA in Turbulenzen geraten, nachdem das Unternehmen 2008 verkauft worden war und die Bayerische Landesbank als Investor laut Thiele den Kaufpreis durch die Firma selbst erwirtschaften ließ. Die Last dieser Kapitaldienste sei nicht mehr zu stemmen gewesen, zumal die krisenbedingten Umsatzeinbrüche im Maschinenbau auch RSA betrafen und die Bayern LB Private Equity GmbH wie auch der Erbe des verstorbenen Firmengründers Rainer Schmidt eine Stützung verneinten.

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