VHS soll barrierefrei sein

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LÜDENSCHEID - Geh- oder hörbehinderte Menschen sind von Veranstaltungen im Haus der Volkshochschule am alten Ratshausplatz praktisch ausgeschlossen. Das lange bekannte Barriere-Problem will die Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen (IV) jetzt offensiv angehen: Heute steht der Entwurf für einen Antrag an den Stadtrat zur Debatte.

Von Thomas Hagemann  

Es geht um Hauseingänge, einen Fahrstuhl, um Toiletten und Hörschleifen. Wie der ehrenamtliche Behindertenbeauftragte der Stadt, Hanns Martin Pandikow, auf LN-Anfrage bestätigte, hatte ein IV-Mitglied den Entwurf vorgelegt. „Wir kritisieren seit langem die Unzugänglichkeit der VHS. Dies ist umso schwerwiegender, als auch deren Kursteilnehmer älter werden“, sagte Pandikow. Sollte der Entwurf heute zum Antrag erhoben werden, gehe es um praktische Verbesserungsvorschläge. So sollten beide VHS-Eingänge angehoben werden, sodass das Haus von außen ohne Barriere zugänglich ist. Derzeit sei die Fortbildungs-Einrichtung nicht nur für Rollstuhlfahrer, sondern auch für anderweitig gehbehinderte Menschen ohne Hilfe so gut wie unerreichbar. Ein zentraler Fahrstuhl könne dann dafür sorgen, dass es drinnen weiter geht. Auch WC-Räume müssten behindertengerecht gestaltet sein, um der Forderung der Vereinten Nationen nach Inklusion, dem Zugang aller Menschen zu allen Orten und Angeboten, nachzukommen. Und: Die Dozenten der VHS müssten Headsets mit Mikrofonen zur Verfügung haben, um über Hörschleifen auch hörbeeinträchtigte Kursteilnehmer akustisch erreichen zu können. Für Taube müsste es Gebärden-Dolmetscher geben, sagte Pandikow.

Die öffentliche Sitzung beginnt um 17.30 Uhr, Rathausplatz 2 b.

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