Generalmajor vor Ort

Bundeswehr-Einsatz im MK verlängert - Soldaten im Kampf gegen Corona

Generalmajor Breuer und Landrat Marco Voge.
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Generalmajor Breuer und Landrat Marco Voge.

Im Kampf gegen das Coronavirus kann der Märkische Kreis weiterhin auf die Unterstützung von Soldaten zählen. Der Einsatz der Bundeswehr wurde verlängert. Generalmajor Carsten Breuer nahm das zum Anlass für einen Besuch bei seiner Truppe in Lüdenscheid.

Generalmajor Carsten Breuer, Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, scheute den weiten Weg aus Berlin nicht und informierte sich über den Auftrag und die Arbeitsbedingungen der Bundeswehrkräfte in Lüdenscheid. 23 Soldaten unterstützen seit November den Märkischen Kreis. Breuer selbst stammt aus Letmathe und hält immer noch gute Kontakte in den MK.

Die gute Nachricht zur Verlängerung des Hilfseinsatzes überbrachte Oberstleutnant Caspar-Friedrich Brauckmann vom Kreisverbindungskommando (KVK) – entschieden wurde diese bei Generalmajor Breuer in Berlin. Auch die Infrastruktur im Lüdenscheider Kreishaus wurde in Augenschein genommen. Brauckmann zeigte Generalmajor Carsten Breuer das „Verbindungsbüro“, das im Katastrophenschutz- und Lagezentrum im Kreishaus eingerichtet wurde.

Neun Reservisten, alle aus dem Kreisgebiet, leisten hier abwechselnd ehrenamtlich Dienst, beraten den Krisenstab, halten Kontakt zu den zugeteilten Soldaten vor Ort und dem Landekommando. Generalmajor Breuer: „Die schnelle Amtshilfe der Bundeswehr wird getragen von den Bezirks- und Kreisverbindungskommandos wie hier in Lüdenscheid. Die sind als militärische Berater auch Augen und Ohren vor Ort. Sie sind wichtig, damit die derzeit mehr als 1.700 Soldaten, die in Nordrhein-Westfalen unterstützen, da eingesetzt werden, wo Hilfe gebraucht wird.“

In Begleitung von Krisenstabsleiter Horst Peter Hohage und Landrat Marco Voge besuchte Breuer die 20 Ermittlern aus der 4. Kompanie des Versorgungsbataillons 7 aus dem hessischen Stadtallendorf an ihren Einsatzorten. Sie helfen dem Kreisgesundheitsamt bei der telefonischen Rückverfolgung von Kontaktpersonen. Dafür wurden in der Jugendbildungsstätte des Kreises an der Sedanstraße in Lüdenscheid über zwei Etagen eigens Corona gerechte Arbeitsplätze geschaffen.

Der Kreis ist sehr zufrieden mit dem Erfolg der Amtshilfe. Davon konnte sich Generalmajor Breuer auch an der Teststation des Kreises am Lüdenscheider Bahnhof überzeugen. Aus dem Sanitätsregiment Rennerod in Rheinland-Pfalz verstärken drei Sanitäter der Bundeswehr die Gesundheitsdienste an den Drive-In-Stationen in Iserlohn und Lüdenscheid. Seit dem 10. November nehmen sie hier Corona-Abstriche bei Kontaktpersonen und schicken sie zur Analyse ins Labor. Da sich die Schulen und Kitas bis auf Notbetreuungen bis zum 22. Februar weitgehend im Lockdown befinden, ist die Zahl der wöchentlichen Coronatests deutlich zurückgegangen. In dieser Woche sind es 111.

Landrat Marco Voge lobte den hohen Stellenwert der Bundeswehr bei der Unterstützung der Gesundheitsdienste: „Die Soldatinnen und Soldaten leisten wichtige Arbeit in der Kontaktnachverfolgung und an unseren Teststationen in Iserlohn und Lüdenscheid“, so Voge. Er sei „sehr dankbar, dass der Einsatz erneut verlängert wurde und Sie uns noch eine Weile erhalten bleiben“, gab er Generalmajor Breuer mit auf den Weg.

Bundesweit leisten derzeit mehr als jeweils etwa 5.000 Soldatinnen und Soldaten Unterstützung in Pflegeeinrichtungen und in den Gesundheitsämtern. Das sind zwei Drittel der 15.700 Soldaten. „Wir. Dienen. Deutschland. – Unser Motto seit Jahren, wird in den Tagen der Pandemie, in Zeiten von Corona, durch unsere Soldatinnen und Soldaten wie selbstverständlich umgesetzt. Eine Leistung, von der alle profitieren“, betonte Generalmajor Breuer bei seinem Besuch im Märkischen Kreis.

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