"Soko RSPKT"

Im Team für "Mehr Respekt" - neuer Termin steht fest

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Ideen und Pläne schmieden in gemütlicher Runde: Beim Gründungstreffen der „Soko RSPKT“ in der Bar „Lønneberga“ tauschte sich Johanna Jäger (dritte von rechts) mit vielen anderen Haupt- und Ehrenamtlichen aus.

[Update 17.15 Uhr] Lüdenscheid - Seit Freitagnachmittag steht ein Folgetermin für alle fest, die sich für die "Soko RSPKT" interessieren oder daran mitarbeiten möchten. Die Gründungsveranstaltung am Donnerstag war ein Erfolg - und Lüdenscheider sprachen sich für die Kampagne aus.

Der Nachfolgetermin, bei dem nun Ideen gesammelt und Aufgaben verteilt werden sollen, ist am Donnerstag, 23. März, ab 19 Uhr in der Gaststätte Dahlmann. Das gaben die Initiatoren am Freitag bekannt.

Ein Unfallopfer ist in einem Auto eingeklemmt, ein Gaffer steht den Rettungskräften im Weg und richtet seine Handykamera auf den Betroffenen – Szenarien wie dieses beschäftigen offenbar viele Lüdenscheider. Dafür sprach bereits die gut besuchte Gründungsveranstaltung der „Soko RSPKT“.

„Das sollte sich jeder einmal vorstellen, wie es sein muss, da zu liegen und fotografiert zu werden“, sagt die 16-jährige Johanna Jäger, die sich bei der Johanniter-Unfallhilfe engagiert. Dann käme es seltener zu derart respektlosen Aktionen, ist sie sich sicher.

Zusammen mit vielen anderen Ehren- und Hauptamtlichen war sie am Donnerstagabend in die Bar „Lønneberga“ gekommen, um sich über die Kampagne „Mehr Respekt“ zu informieren.

„Auch, dass die Einsatzkräfte immer alarmbereit sind, ist vielen gar nicht bewusst. Da gehen blöde Kommentare gar nicht“, sagt sie in Bezug auf mangelnden Respekt gegenüber Lebensrettern und Ordnungshütern.

Der Respektlosigkeit etwas entgegensetzen

Auch Hannah Wöstefeld (21) und Nanja Pongracz (20) können sich gut vorstellen, im Rahmen der Kampagne Aufgaben zu übernehmen. Ihre Freunde seien – einer bei der freiwilligen Feuerwehr, einer beim Technischen Hilfswerk – engagiert und hätten schon einiges an Rücksichts- und Gedankenlosigkeit mitbekommen, berichten sie.

Hannah Wöstefeld (links) und Nanja Pongracz möchten der Respektlosigkeit an Unglücksstellen etwas entgegensetzen.

Und auch online in sozialen Netzwerken lese man immer wieder von solchen Fällen. Mit einer Mitarbeit an „Mehr Respekt“ wollen die Lüdenscheiderinnen dem etwas entgegensetzen.

Gespräche und Austausch von Ideen

Zwar blieb es im Rahmen der Gründungsveranstaltung zunächst dabei, Kontaktdaten auszutauschen, und die Entwicklung konkreter Ideen sowie die Aufgabenverteilung mussten aufgrund der hohen Gästezahl vertagt werden. Dennoch kamen die Interessierten aller Altersklassen miteinander ins Gespräch und dachten über mögliche Maßnahmen nach.

Manfred Dohrmann schlug in kleiner Runde vor, weitere Organisationen – zum Beispiel Pflegedienste und Krankenkassen – mit ins Boot zu holen sowie bei Großveranstaltungen, etwa beim Autofreien Volmetal, zu werben.

Teamgedanke im Vordergrund

Eines der Kampagnen-Motive.

Matthias Czech brachte den Teamgedanken noch einmal auf den Punkt: „Je mehr Leute mitmachen, desto weniger Arbeit für den einzelnen, aber desto mehr Erfolg. Denn jeder hat Fähigkeiten, die er einsetzen kann, und hilfreiche Kontakte.“

Wer die Gründung der Soko verpasst hat, ist immer noch eingeladen, mitzumachen. Die Initiatoren sind per E-Mail an post@mehrrespekt.de erreichbar.

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