Es ging um eine Playstation

Sohn (6) öffnet Wohnungstür und muss brutalen Überfall auf Vater miterleben

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Ein Baseballschläger am Boden (Symbolbild).

Lüdenscheid/Hagen – Wegen eines brutalen Überfalls auf einen Mann in seiner Wohnung in Lüdenscheid muss sich ab dem kommenden Dienstag ein 26-jähriger Lüdenscheider vor der Großen Strafkammer am Landgericht verantworten.

Der Täter ging dabei besonders rücksichtslos vor: Ein kleiner Junge musste die brutale Attacke auf seinen Vater mitansehen. Es war der 19. Juni dieses Jahres, als der Angeklagte mit einem bislang nicht bekannten Mittäter an einer Wohnungstür in Lüdenscheid geklingelt haben soll. Ein sechsjähriger Junge öffnete die Tür. 

In der Wohnung sollen die Täter den Vater des Jungen mit einem mitgebrachten Baseballschläger geschlagen und ihm Pfefferspray ins Gesicht gesprüht haben, um so an die in der Wohnung stehende Play-Station-Spielkonsole zu gelangen. Diese haben die Täter laut Anklage der Staatsanwaltschaft mitgenommen.

Es ist nicht die einzige Tat, die dem 26-Jährigen, der zurzeit in der Justizvollzugsanstalt Attendorn einsitzt, vorgeworfen wird. Bereits 2017 soll der Angeklagte in Lüdenscheid den Fernseher seiner Mutter gestohlen haben, als er während eines Krankenhausaufenthaltes seiner Mutter deren Wohnung nutzte. 

Einige Tage später soll er seine Mutter und deren Lebensgefährten bei einem zufälligen Zusammentreffen auf der Straße verprügelt und das Handy seiner Mutter mutwillig zertreten haben. 

Der Lüdenscheider ist angeklagt wegen besonders schweren Raubes mit gefährlicher Körperverletzung, Diebstahls sowie wegen einer weiteren Körperverletzung und Sachbeschädigung. Für die schwerste ihm vorgeworfene Straftat, den besonders schweren Raub, sieht das Gesetz im Regelfall eine Freiheitsstrafe von fünf bis 15 Jahren vor, teilt das Landgericht Hagen mit. 

Der Angeklagte wurde gegen Auflagen von der Untersuchungshaft verschont, befindet sich jedoch bis kurz vor Prozessbeginn in anderer Sache in Haft. Er ist mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Beleidigung. 

Für das Verfahren sind drei Verhandlungstage angesetzt. Der Prozessauftakt ist am 22. Oktober, das Urteil wird für den 29. Oktober erwartet

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