Skulpturengarten „verdient Beachtung“

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Der Skulpturengarten bietet den künstlerischen Arbeiten einen gewissen Schutz im „semi-öffentlichen Raum“ und gleichzeitig lädt er jeden Besucher zu einem Moment des Innehaltens ein.

Lüdenscheid - „Aus dem Dornröschenschlaf aufgewacht“ ist der Skulpturengarten des Museums laut Professor Dr. Eckhart Böhm, Vorsitzender der Kunstfreunde Lüdenscheid. Eine große Schar Kunstinteressierter wohnte der offiziellen Wiedereröffnung der aufpolierten Gartenfläche bei.

Der neue Kulturdezernent und Neu-Lüdenscheider Thomas Ruschin fand es „toll“, wie Kunst und Kultur in Lüdenscheid gelebt würden. Er hob das große Engagement aller an Wiederherstellung der Skulpturen und der Gartenfläche Beteiligten hervor. Zugleich richtete er seinen Dank an die Stadtwerke, den Hauptsponsor der Aktion, und alle anderen, die mit ihrem Engagement die materiellen Voraussetzungen für die aufwändige Erneuerung von Skulpturen wie Garten geschaffen hätten. So auch die Kunstfreunde.

Märchenhaft fand der Vorsitzende des Kunstvereins, Professor Dr. Eckhart Böhm, die „Oase“ (Zit.: Conzen), die aus dem „Dornröschenschlaf aufgewacht“ sei. Hier, im Garten des Museums, finde der Mensch „Besinnung“, aber auch „Ruhe und Beschaulichkeit“. Zudem gebe es viele Objekte, „die nicht unberührt lassen“. Böhm erinnerte daran, dass es die Möglichkeit gebe, Patenschaften für die Kunstwerke zu übernehmen. So habe sich bereits eine Schulklasse mit dem Museumsgarten befasst und möchte nun eine Patenschaft übernehmen. Er wünsche sehr, dass auch andere diesem Beispiel folgten.

„Mehr Beachtung“ verdiene der Ort Skulpturengarten, befand Dr. Susanne Conzen, Leiterin der städtischen Galerie. Deshalb freue es sie sehr, dass das Ensemble wieder in neuem Glanz erstrahle. Hier „genießen die skulpturalen Arbeiten Schutz“ im semi-öffentlichen Raum. Im Kern warb sie jedoch auch für Kunst im öffentlichen Raum. „Es gibt immer Diskussion, wenn es öffentlich erscheint.“ Da fühle sich der Bürger angesprochen, da sein Lebensraum berührt werde. Bisweilen erhebe er sich auch kontrovers. Im Idealfall komme es zu befruchtender Diskussion, durch die Aufstellung eines Kunstwerkes zur Strukturierung von Platz und Raum. Die Auseinandersetzung mit einem Kunstwerk befruchte auch die historische Bewusstheit des Betrachters, so der Tenor der weiteren Ausführungen Conzens.

Mit Blick auf die Arbeit „Frigga“ von Bernhard Kleinhanns stellte sie fest, dass man hier aus dem öffentlichen Raum eine gefährdete Skulptur entnommen und in den sicheren Museumsgarten einbringen habe müssen. Sie hoffe, dass der Skulpturengarten nun, zumal ein Faltblatt aufgelegt wurde, das zu den Skulpturen wertvolle Hinweise liefere, noch attraktiver werde. - Von Ulf Schwager

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