Skandal-Musiker Evil Jared im Johnny Mauser

„Als ich jung war, war ich immer nackt“

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Evil Jared in Aktion. Gut gelaunt heizte er dem Publikum mit massentauglichen Rock- und Alternative-Hits ein.

LÜDENSCHEID - Als Bassist der Band Bloodhound Gang ist Skandal-Musiker Evil Jared Hasselhoff weltweit für seine teilweise grenzwertigen Auftritte auf und neben der Bühne bekannt. So ext er hin und wieder öffentlich Jägermeisterflaschen, zieht sich komplett aus oder uriniert auf seine Bandkollegen.

Am Mittwoch legte der Amerikaner, der zum Teil in Deutschland lebt, zum zweiten Mal im Johnny Mauser auf. Die zahlreichen Fans geduldeten sich bis etwa zwei Uhr, um den speziellen Gast-DJ zu hören. Als Evil Jared dann die Bühne betrat, jubelte das Publikum lautstark. Mit massenkompatiblen Rock- und Alternative-Hits, aktuellen Partysongs und Klassikern brachte er das Publikum zum Tanzen. Gut gelaunt ließ er sich während seines Auftritts und in den Pausen mit Fans fotografieren.

Trotz eines kleinen Zwischenfalls mit Pfefferspray, der die Gäste kurzzeitig dazu veranlasste den Club zu verlassen, herrschte bei den Tanzbegeisterten bis in die frühen Morgenstunden pure Feierlaune. Vor seinem Auftritt hatte yourzz-Reporter Jan Lehmann die Möglichkeit, mit Evil Jared zu sprechen.

Als Bassist von der Bloodhound Gang wurdest du bekannt. Heute legst du deutschlandweit als DJ auf. Wie bist du zum DJing gekommen?

Alles begann damit, dass ich in einer Modelagentur arbeitete, in der die Mitarbeiter fragten, ob ich denn Musik machen könnte, einfach nur eine CD einschieben und Start und Pause drücken. Klar, kann doch jeder, dachte ich mir. Irgendwie wurde mehr daraus und nach kurzer Zeit wurde ich in Nürnberg als DJ gebucht. Das ging erstmal derbe schief, aber jeder Anfang ist schwer. Inzwischen klappt es besser.

Was reizt dich am DJing besonders im Vergleich zur Musik mit der Band?

Das fängt schon mit den Kosten an. Als Band muss man alles vorstrecken und die Einnahmen durch fünf teilen. Da geht es als DJ einfacher. Ich bekomme alles vom Auftraggeber bezahlt und am Ende gehen die Einnahmen an mich. Und musikmäßig verändert sich das nicht groß. Ich werde nicht so ein DJ werden, der scratcht und Elektromusik auflegt. Ich bleibe bei meiner Musikrichtung und lege eher wie ein Radio-DJ auf. Außerdem wer will schon einen Remix von einem Slayer-Song hören?

Du lebst schon länger in Deutschland. Was gefällt dir hier besonders?

Jägermeister und die Mentalität der Deutschen, aber hauptsächlich Jägermeister!

Bei einer Filmpremiere Ende April wurdest du von deiner Freundin Sina-Valeska Jung begleitet. Dabei gab es vor einiger Zeit Trennungsgerüchte. Was ist dran? Ich gebe zu, da gab es mal etwas schwierige Zeiten, aber jetzt gerade ist wieder alles bestens. Wir sind wieder zusammen und das ist gut so.

Das Lüdenscheider Publikum war letztes Jahr begeistert von deinem DJ-Set. Wie hat dir der Auftritt in Lüdenscheid gefallen?

Ganz ehrlich, letztes Jahr war das mein zweiter Auftritt an dem Abend. Ich war sehr betrunken, als ich in Lüdenscheid ankam. Bis auf die Fotos, die ich im Nachhinein gesehen habe, weiß ich gar nichts mehr davon. Dieses Jahr wird das anders sein.

Du bist in der Öffentlichkeit für deine schrägen Auftritte bekannt. Wie viel von dem privaten Jared steckt tatsächlich in solchen Aktionen?

In solchen Momenten ist das auch meine private Persönlichkeit! Als ich jung war, war ich immer nackt. In meiner Heimat wurden sehr viele Volksfeste veranstaltet und dort gab es alles: Bier, Drogen. Fast wie „Rock am Ring“, nur ohne Polizei. Mit dieser Kombination ist einem dann egal, ob man Kleidung anhat oder nicht.

Das letzte Album der Bloodhound Gang kam vor einigen Jahren raus. Wann können eure Fans mit neuer Musik rechnen?

Wir sind zwar immer wieder in Studios, das bedeutet aber nicht, dass wir in nächster Zeit ein neues Album präsentieren. Dieses Jahr sind wir allein in Deutschland auf drei Festivals.

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